DLRG Welschen Ennest braucht dringend Unterstützung

Weitere 45.000 Euro sind nötig


  • Kirchhundem, 20.03.2026
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Der Vorstand (v.l.): Roland Kowol, David Tillmann, André Gaede und Ralf Schmidt hofft auf Unterstützung. von Nicole Voss
Der Vorstand (v.l.): Roland Kowol, David Tillmann, André Gaede und Ralf Schmidt hofft auf Unterstützung. © Nicole Voss

Welschen Ennest. „Wir wollen doch nur helfen. Wir haben vielen Menschen geholfen, jetzt brauchen wir Hilfe.“ Dieser Appell des Vorsitzenden der DLRG Welschen Ennest, Ralf Schmidt, hat einen ernsten Hintergrund.


Die Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft braucht dringend Unterstützung bei der Anschaffung eines neuen Fahrzeugs. Der 2016 gebraucht angeschaffte Mannschaftstransportwagen entspricht nach 27 Jahren nicht mehr den einsatztechnischen Anforderungen.

Noch viel schlimmer, das Fahrzeug rostet an allen möglichen Stellen. Wenn am 13. April der TÜV abläuft, ist ein Einsatz des Autos nicht mehr möglich. Für die DLRG Welschen Ennest eine dramatische Situation.

Die Rostschäden sind nicht zu übersehen. von Nicole Voss
Die Rostschäden sind nicht zu übersehen. © Nicole Voss

Zunächst hatte es die starke Truppe von 28 Aktiven, davon 12 in der Drohneneinheit, auf ein 110.000 Euro teures Ersatzfahrzeug abgesehen und startete Spendenaufrufe. Auf der Spendenplattform „better place“ kamen bislang 866 Euro zusammen. Bei „gofundme“ sind 790 Euro eingegangen. Spendenquittungen werden bei Bedarf ausgestellt. Bei beiden sind die Spendenziele bei weitem nicht erreicht.

Insgesamt kamen bislang 20.000 Euro zusammen. Doch noch geben die Verantwortlichen die Hoffnung nicht auf. Der Vorstand kämpft weiter. Die Anschaffungskosten konnten dank Recherche auf 65.000 Euro reduziert werden. 30.000 Euro für ein neues Fahrzeug und 35.000 Euro für die Ausstattung. Heißt im Klartext: 45.000 Euro werden noch gebraucht.

Drohneneinheit zunehmend für Feuerwehr im Einsatz

Sollte das nicht gelingen, wovon der Vorstand bestehend aus Ralf Schmidt, Roland Kowol (Geschäftsführer), David Tillmann (2. Vorsitzender), André Gaede (Drohnenbeauftragter) noch nicht ausgeht, könnte der DLRG-Ortsverein sein Engagement an der Lister, mit der Drohneneinheit und weitere Aktivitäten gar nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt ausüben.

„Die Drohneneinheit wird nicht nur von umliegenden Bauern, sondern zunehmen auch von der Feuerwehr angefordert“, wissen André Gaede und sein Team. Der Verantwortliche weist daraufhin, dass die Drohne auch beim Brand des Mehrfamilienhauses an der Hochstraße in Altenhundem im Einsatz war.

Der Blick hinter den Reifen verheißt nichts Gutes. von Nicole Voss
Der Blick hinter den Reifen verheißt nichts Gutes. © Nicole Voss

Aber jetzt geben die Verantwortlichen erst nochmal Gas und wollen auch die Gewerbetreibenden um Unterstützung bitten und eine Crowdfunding-Aktion mit der Volksbank Siegerland starten. Vom Kreis Olpe wird ein festgelegter Zuschuss an alle Hilfsorganisation gezahlt.

Von der Gemeinde Kirchhundem sei aufgrund der schlechten Haushaltslage kein Zuschuss zu erwarten. Für die Verantwortlichen ist in diesem Zusammenhang nicht nachvollziehbar, dass die DLRG im Notfallmeldekonzept eingetragen sei und keine Unterstützung für die Anschaffung eines nötigen Fahrzeugs erhalte.

„Wir sind so eine tolle Truppe mit einem tollen Zusammenhalt, da muss doch noch etwas möglich sein“, zeigt sich Roland Kowol optimistisch. Die Anschaffung des neuen Fahrzeugs wird auch bei der Jahreshauptversammlung am Freitag, 27. März, im Familien-Zentrum (Pfarrer-Sauerwald-Straße 1) thematisiert.

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