Die lange Suche nach der Haltestelle für den Schienenersatzverkehr
Urlauber spricht von „Schildbürgerstreich“ in Kirchhundem
- Kirchhundem, 01.09.2026
- Straße & Verkehr
Kirchhundem. „Wenn man als Ortsfremder in Kirchhundem den Schienenersatzverkehr nutzen möchte, ist man geradezu ausgeliefert.“ So bringt Jürgen Künz seine Erfahrungen bei der Rückreise nach einem Kurzurlaub auf den Punkt. Der Wuppertaler und sein Mann war ein paar Tage ins Sauerland gefahren und wollten am Montag, 31. August, zurück ins Bergische Land fahren. Da momentan keine Züge fahren, mussten sie den Schienenersatzverkehr der Deutschen Bahn nutzen.

Doch das gestaltete sich in Kirchhundem nicht einfach, berichtet Künz. „Die Herausforderung bestand darin, die Bushaltestelle zu finden. Die Haltestelle „Kirchhundem Bahnhof B 517“ kannten wir bereits von der Anreise. Somit wussten wir, dort gibt es keine Hinweise auf einen Schienenersatzverkehr.

Da ein solcher Bus in der Regel unweit des jeweiligen Bahnhofs abfährt, begaben wir uns dorthin. Die große Überraschung: Keine Bushaltestelle in unmittelbarer Nähe und eine Ausschilderung, die man wirklich nur als blamabel beschreiben kann – so klein, dass man sie eher übersieht, und von einer Aussagekraft ohne jeglichen Nutzen.“





Für das Ehepaar Künz begann die Suche nach der richtigen Bushaltestelle. Sie vermuteten, dass diese sich vielleicht auf der anderen Seite der Bahnschienen befindet. Nach zehn Minuten fanden sie die Haltestelle „Kirchhundem Bahnhof L 553“ – sogar mit dem Hinweis „Schienenersatzverkehr“.
Jürgen Künz: „Allerdings gab es keine weiteren Informationen, auch nicht über Abfahrtszeiten. So warteten wir darauf, dass der Bus kommt. Tatsächlich kam ein Bus, allerdings ohne irgendwelche Anzeichen, dort halten zu wollen. Lediglich unserem Winken und dem Glück, dass eine Baustellenampel in unmittelbarer Nähe rot anzeigte, hatten wir es zu verdanken, dass der Busfahrer uns aufnahm. Er wies uns darauf hin, dass sich die Haltestelle doch ganz woanders befindet.“
Die Wuppertaler waren gespannt, wo wohl die richtige Haltestelle sei. Wenige Minuten später hielt der Bus an der Haltestelle „Kirchhundem Mennekes“, zehn Minuten vom Bahnhof entfernt. Künz schüttelt über den „Schildbürgerstreich“, wie er es nennt, den Kopf: „Wie soll man als Ortsfremder jemals darauf kommen, wenn es keine entsprechende Ausschilderung gibt?“ Seinen Unmut über „das 30 Minuten lange Suchen und den ganzen Ärger“ hat er der Deutschen Bahn in einer E-Mail mitgeteilt.
