Dankeschön für Engagement: „Es geht um jeden Einzelnen von Ihnen“

Jahresempfang Ehrenamt in Albaum


  • Kirchhundem, 21.03.2026
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Beim „Jahresempfang Ehrenamt“ in der Dorfgemeinschaftshalle in Albaum stand das vielseitige Engagement in der Gemeinde Kirchhundem im Mittelpunkt. von Teresa Spies
Beim „Jahresempfang Ehrenamt“ in der Dorfgemeinschaftshalle in Albaum stand das vielseitige Engagement in der Gemeinde Kirchhundem im Mittelpunkt. © Teresa Spies

Albaum. Um das Ehrenamt in der Gemeinde Kirchhundem gebührend zu würdigen, hat am Freitag, 20. März, bereits zum vierten Mal der „Jahresempfang Ehrenamt“ stattgefunden. Veranstaltet wurde das ausgebuchte Event mit rund 250 Gästen in der frisch umgebauten Dorfgemeinschaftshalle in Albaum.


Das Ehrenamt ist ein wichtiger Bestandteil der Gemeinde Kirchhundem und fordert das Engagement vieler Menschen. Es habe unschätzbaren Wert, betonte Bürgermeister Björn Jarosz in seinen Grußworten. „Das alles hier sind Ehrentische. Sie sind die Ehrengäste. Es geht um jeden Einzelnen von Ihnen.“

Kerstin Stahl, Ehrenamtsbeauftragte der Gemeinde Kirchhundem, führte durch das Programm. Auch sie bedankte sich bei allen Ehrenamtlern und leitete anschließend den ersten großen Programmpunkt des Abends ein: den Rückblick auf den Umbau der Dorfgemeinschaftshalle Albaum. Mit einem kurzen Bilderclip gab sie einen Einblick in die vergangenen 20 Monate der Umgestaltung.

8.000 ehrenamtliche Stunden

Eine umfassende Präsentation des Bau-Projekts stellten Steffen Wulf (1. Vorsitzender) und Martin Niemeyer (2. Vorsitzender) vom Schützenvereins St. Sebastian Albaum vor. Vom Abriss über 700 Kubikmeter Dämmung bis hin zum Aufbau der neuen Theke kamen in 560 Tagen rund 8.000 ehrenamtliche Stunden mit mehr als 100 Helfern zusammen.

Eins stellte Steffen Wulf zum Amüsement aller dabei gleich fest: „Nochmal möchten wir es nicht machen“. Er betonte jedoch: „Wir sind sehr zufrieden. Darauf können wir als ein 700-Seelen-Dorf mehr als stolz sein“.

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Impressionen vom Jahresempfang Ehrenamt in Albaum.

Im weiteren Verlauf des Abends berichtete Christa Gattwinkel über ihr Ehrenamt bei den „Smily Kids“, für das sie im Juli 2025 das Bundesverdienstkreuz erhalten hat. Gattwinkel berichtete: „Als ich einen Brief der Staatskanzlei Düsseldorf im Briefkasten hatte, dachte ich nur: Oh Gott, ich habe doch nichts gemacht“. Es sei eine echte Überraschung gewesen.

Mit ihrer Arbeit hilft Gattwinkel Kindern aus suchtbelasteten Familien. In Zukunft soll es allerdings eine Änderung geben, denn die Ehrenamtlerin möchte sich langsam von ihrer Tätigkeit zurückziehen: „Ich muss mein Kind auch irgendwann loslassen. Es ist mittlerweile 30 Jahre alt“, scherzte sie.

Neue Projekte und vielseitiger Einsatz

Auch zwei neue Formate konnten beim Jahresempfang vorgestellt werden. Dazu gehörte beispielsweise das Café Plauderplätzchen im Caritas-Senioren-Wohnpark Welschen Ennest. Birgit Voucko präsentierte das Konzept stellvertretend. Sie erklärte, dass das Café ein Ort des Miteinanders sei. Unter anderem solle es ebenfalls das Ehrenamt stärken.

Daraufhin gab Ulrike Wesely Einblicke in das Format „Die Wundertüte“ im Schrabben Hof Silberg, bei der das Ehrenamt sichtbar gemacht werden soll: „Wir möchten zeigen, wie toll die lokale Ehrenamtskiste ist“, so Wesely.

Außerdem konnte das Publikum vieles über Schule und Ehrenamt erfahren, als Lehrerin Jana Zimmermann von der Sekundarschule Hundem-Lenne über verschiedene Projekte berichtete. Zusammen mit Christian Jung schilderte sie weiterhin ihre Erfahrungen bei einer Reise nach Finnland, die viele Nationen zusammenbrachte, um über Ehrenämter zu referieren.

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Impressionen vom Jahresempfang Ehrenamt in Albaum.

Daraufhin klärte Marlene Hellenthal über ihr Ehrenamt bei der Forstbetriebsgemeinschaft Kohlhagen-Albaum auf. Dabei betonte sie die Bedeutung der Wälder. Auch Manfred Jung informierte über sein Ehrenamt bei „Freunde für Houplines“, bei der es um die Freundschaft und Verbindung zweier Partnerstädte geht.

Zwischen der Vorstellung der Ehrenämter begeisterten die Marketenderinnen aus Welschen Ennest mit ihrem Garde- und Showtanz das Publikum. Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Musikverein Albaum. Daniel Zimmermann, Vorsitzender des Musikvereins, nutzte die Gelegenheit, um auf die musikalische Früherziehung hinzuweisen. Zusammen mit dem Musikverein Heinsberg wird das Erlernen eines Instruments ab dem vierten Lebensjahr angeboten. Das soll den Nachwuchs in den Musikvereinen absichern.

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