CDU und UK attackieren Initiatoren und Bürgermeister Reinéry
Bürgerbegehren in Kirchhundem
- Kirchhundem, 07.08.2018
Kirchhundem. Unverständnis, scharfe Kritik und spöttische Worten: Die CDU- und die UK-Fraktion haben sich am Dienstagnachmittag, 7. August, in Sachen Bürgerbegehren und der dadurch erhofften Streichung der Beigeordneten-Stelle zu Wort gemeldet. Den Initiatoren, den SPD-Kommunalpolitikern Renate Kraume und Manuel Behle, werfen beide Fraktionen parteipolitische Interessen und die Verdrehung von Tatsachen vor. Auch Bürgermeister Andreas Reinéry wird in der gemeinsamen Stellungnahme, die die Fraktionsvorsitzenden Michael Färber (CDU) und Christoph Henrichs (UK) unterzeichnet haben, attackiert.

In der Begründung der Unterschriftenliste verschweigen die Initiatoren des Bürgerbegehrens aus der SPD-Fraktion, dass sie neben der Streichung der Beigeordneten-Stelle eine zusätzliche Lebenszeitbeamtenstelle der gleichen Besoldungsgruppe ausweisen und öffentlich zur Besetzung ausschreiben wollen. Das führt dazu, dass der vermeintliche Einspareffekt nur marginal ausfallen wird.

Eine Begründung für die Notwendigkeit der neu einzurichtenden und unkündbaren Lebenszeitbeamtenstelle sucht man ebenfalls vergebens. SPD und Verwaltung verkünden jetzt unisono, dass durch Umstrukturierungen alle vom Beigeordneten wahrgenommenen Aufgaben anderweitig „ohne Überlastung für den einzelnen“ von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern „reibungslos“ wahrgenommen werden. Wenn dem so ist, wäre das zu begrüßen.
Auf Nachfrage der CDU-Fraktion wurde die hohe Zahl der nicht ausgeführten Ratsbeschlüsse u.a. auch mit der angespannten Personalsituation aufgrund von langzeiterkrankten Mitarbeitern und von unbesetzten Stellen begründet“, so Christoph Henrichs, Vorsitzender der UK-Fraktion.
Zudem hat die SPD-Fraktion als einzige Fraktion den Haushalt „ihres“ Bürgermeisters abgelehnt. Finanzverantwortung sieht anders aus!“

