Besondere Bewohner leben auf dem Gelände der Firma Mennekes
Azubis kümmern sich um eigene Bienen
- Kirchhundem, 24.04.2023
- Verschiedenes
Welschen Ennest. Drei Bienenstaaten, mit je 30.000 bis 50.000 kleinen Tieren, haben seit April 2022 auf dem Firmengelände von Mennekes in Kirchhundem-Welschen Ennest ihr Zuhause – direkt neben dem Logistikzentrum. Betreut werden sie nach Feierabend von einem Mitarbeiter und mehreren Azubis – und produzierten bereits den ersten Honig.

„Für uns stehen bei dem Projekt die Themen Arterhaltung, Artenvielfalt und Artenschutz von Bienen und Pflanzen im Vordergrund. Wir wollen einen kleinen Beitrag gegen das landesweite Bienensterben und für noch mehr Pflanzenvielfalt in der Region leisten“, erklärt Thomas Hennecke.
Der Mennekes-Mitarbeiter ist ausgebildeter Imker, organisiert beim Kreisimkerverein Olpe, und kümmert sich in seiner Freizeit um die kleinen Tiere.





Unterstützt wird er dabei tatkräftig von neun Azubis des Unternehmens. Eine davon ist Victoria Buschmann, Auszubildende zur Industriekauffrau: „Bienen mitten auf unserem Firmengelände – das klang für mich zunächst seltsam. Als ich das erste Mal vor Ort die Bienen in ihrem Zuhause gesehen habe, stellte ich aber schnell fest: Das passt wunderbar – denn hier haben sie einen tollen Platz im Grünen.“
Worauf die 19-Jährige anspielt: Direkt neben den Bienenstöcken schlängelt sich der Rahrbach entlang. Bis zum Mai 2022 wurde er in einem Gemeinschaftsprojekt von der Gemeinde Kirchhundem und Mennekes renaturiert und fließt nun auf rund 520 Metern wieder natürlich mitten durchs Firmengelände. Am neugestalteten Flussufer wurden zahlreiche bienenfreundliche Pflanzen und Sträucher angesiedelt.


Doch die Bienen machen nicht nur ihren Job als Bestäuber. Sie sammeln fleißig Nektar und Pollen und produzieren Honig. „2022 lieferten unsere Bienen bereits den ersten Honig. Rund 60 Kilogramm kamen zusammen – das sind rund 240 Gläser mit je 250 Gramm Honig. Was uns besonders freut, ist, dass unser Honig schon die erste Auszeichnung als Goldhonig erhalten hat“, berichtet Jan Griese, Auszubildender.

Thomas Hennecke nahm den Preis als Imker entgegen und freut sich ebenfalls. Der 55-jährige Sauerländer betont aber: „Der Honig wird ausschließlich an Beschäftigte und Partner unseres Unternehmens verschenkt und nicht vermarket. Uns geht es vor allem um den Schutz von Bienen und Pflanzen.“
„Im März sind die Bienen wieder aus ihrem Winterquartier rausgekommen. Ab circa plus 10 Grad werden sie aktiv und beginnen erneut auszufliegen. Auch in diesem Jahr stehen wieder klassische Imkeraufgaben wie das Überprüfen der Völker nach der Winterruhe, das Aufsetzen der Honigräume und das Einlöten der Mittelwände an – und am Ende können wir dann hoffentlich den nächsten Honig schleudern“, sagt Victoria Buschmann und blickt gespannt auf das zweite Jahr mit den besonderen Bewohnern des Firmengeländes.
