Basketball im Kreis Olpe: Randsport oder populäre Alternative?
Saisonstart der regionalen Liga
- Kirchhundem, 04.10.2026
- Sport
- Von Moritz Schmidt
Kirchhundem. Die regionale Basketball-Saison ist gestartet. Vereine aus der Region sind wieder auf dem Spielfeld. Doch wie ist es im Kreis Olpe um die Zukunft des Basketballs bestellt?

Immer weniger Jugendliche treiben Sport, möglicherweise auch eine Folge der Digitalisierung. Die Folge: Es gibt immer weniger Jugendmannschaften in den diversen Sportarten. Ein Problem, das vor allem die weniger populären Sportarten trifft. Nicht nur beim Training, auch bei den Spielen fehlt es an Teilnehmern.
Dies stellt Sportarten wie beispielsweise den regionalen Basketball vor große Herausforderungen. „Basketball ist in der Region breit aufgestellt. Aber vergleicht man das mit Fußball, wo jeder kleine Ort mindestens ein Team hat, ist es leider immer noch ein Randsport“, berichtet Sebastian Schmidt, Coach und Spieler beim TV Kirchhundem.

Dabei sei Basketball als Sport gut für Jugendliche geeignet, betont ein Spieler des TV Kirchhundem: „Er kombiniert Beweglichkeit, Ausdauer, Taktik, Teamplay und mehr. Basketball ist ein Mannschaftssport, den Spieler mit verschiedenen Stärken betreiben können. Und es gibt die großen Ligen wie die NBA, in der man seine Idole spielen sehen kann. Kein Wunder, dass der Sport in den Vereinigten Staaten so beliebt bei Jugendlichen ist.“
Dort spielen rund 28 Millionen Kinder und Jugendliche Basketball – in Deutschland sind es um die 144.000. Dabei gewann Deutschland 2023 den FIBA Basketball World Cup, als die deutsche Mannschaft die USA im Halbfinale besiegte.
Der Sport ist groß genug, dass man ihn im Fernsehen sehen kann – eine gute Grundlage, um ein Fan zu werden. „Obwohl Körpergröße dabei hilft, Basketball zu spielen, ist das lange nicht alles, was einen guten Spieler ausmacht. Deshalb kann erstmal jeder Basketball spielen. Kombiniert mit der Schnelligkeit des Spiels und dem kleinen Spielfeld ist es ein spannender, schneller Sport“, wirbt Sebastian Schmidt.


Um die Jugend zu erreichen, sei mehr Zusammenarbeit mit den Schulen nötig, sagt Schmidt. „Optimal wäre es, wenn interessierte Schüler über die Schule Kontakt zu einem Verein aufnehmen könnten. Dann müssten Vereine natürlich die Ressourcen stellen sowie Personal qualifizieren.“
Doch regionaler Basketball steht noch vor anderen Herausforderungen. Schmidt: „Es ist ein Randsport in der Region, daher fehlt es oft an Sponsoren, die den Sport fördern wollen. Nachwuchsarbeit ist immer Ehrenamt und wird leider nicht priorisiert. Herausforderungen sind öffentliche Präsenz und mediale Wahrnehmung, und das trotz sehr großer Erfolge im internationalen Bereich.“
Alles in einem sei regionaler Basketball nicht zwingend „gefährdet“, brauche aber mehr Aufmerksamkeit und Aktive.




