Zusammenarbeit von Reparatur-Café und kjk-Haus in Finnentrop

Reparieren statt Wegwerfen


Thomas Sträter vom Reparatur-Café Finnentrop zeigt, wie man einen Fahrradreifen repariert. von privat
Thomas Sträter vom Reparatur-Café Finnentrop zeigt, wie man einen Fahrradreifen repariert. © privat

Finnentrop. Heutzutage findet man nur schwer jemanden, der Gebrauchsgegenstände repariert. Wenn man tatsächlich jemanden findet, dann ist die Reparatur oft unverhältnismäßig teuer. Kein Wunder, dass viele, oft lieb gewonnene Dinge, viel zu früh auf dem Müll landen.


Im Reparatur-Café Finnentrop versucht man gegenzusteuern - ganz im Sinne von Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Schonung von Ressourcen. Jeden ersten Freitag im Monat trifft sich im Begegnungszentrum Bamenohl eine Truppe ehrenamtlicher Reparateure, die handwerklich geschickt sind und Spaß daran haben, Dinge wieder zum Leben zu erwecken. Dankbar wird dieses Angebot angenommen. Bei jedem Termin finden rund 20 Reparaturen statt – die meisten erfolgreich.

Die Idee, Jugendlichen das Reparieren näher zu bringen, stieß bei Michael Hunold vom Kinder-, Jugend- und Kulturhaus (kurz kjk-Haus) auf offene Ohren. So kam es, dass vier Reparateure mit ihren Werkzeugkoffern und einigen Geräten, die repariert werden mussten, das kjk-Haus besuchten. Das Thema war wie geschaffen für die AG „fit for life“, einer Kooperation des kjk-Hauses mit der Bigge-Lenne-Gesamtschule Finnentrop. Zudem passt es hervorragend zum aktuellen Projekt „Nachhalt:ICH“ der Einrichtung.

Wie flicke ich einen Fahrradreifen?

Nach einer kurzen Einführung entschieden die Jugendlichen selbst, bei welchem Gerät sie mit Hand anlegen. Radio, Uhr und Wasserkocher fanden hier Beachtung. Von besonderem Interesse war „Wie flicke ich einen Fahrradreifen?“. Thomas Sträter, selbst passionierter Radfahrer, half und vermittelte die nötigen Kniffe.

Es wurde deutlich: Ein Reparaturversuch lohnt sich allemal. Im günstigsten Fall kann das Gerät sofort wieder zum Laufen gebracht werden. In manchen Fällen werden Ersatzteile benötigt, die man meistens gut beschaffen kann. Ist das Gerät nicht mehr zu reparieren, bleibt das gute Gefühl, eine Reparatur zumindest probiert zu haben. Als nächstes steht ein „Gegenbesuch“ der Schülergruppe beim Reparatur-Café in Bamenohl auf dem Plan.

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