Völliges Unverständnis: „Täglich werden Kubikmeter Trinkwasser geholt“

Leserbrief zur Wasserentnahme für Infrastrukturprojekt


Symbolfot. von Grafik: Sophia Poggel
Symbolfot. © Grafik: Sophia Poggel

Schönholthausen. Obwohl die Bevölkerung dazu aufgerufen wurde, Wasser zu sparen, werden in Schönholthausen aktuell täglich Trinkwasser abtransportiert für eine Baustellen-Zuwegung. Bei den Bürgern in der Umgebung führt das zu Unmut, schreiben Dirk Tenhaken und Maria Schmidt-Holthöfer:


„Seit etwa zwei Wochen beobachten wir in Schönholthausen, wie durch Wasserwagen und Traktoren mit Tankanhängern, die teilweise extra aus Arnsberg anreisen, Wasser aus dem örtlichen Hydranten entnommen wird. Mehrmals täglich werden so mehrere Kubikmeter Trinkwasser abtransportiert.

Auf die Nachfrage, was mit dem Wasser passiert, wurde uns mitgeteilt, dass dies zur Bewässerung und Verdichtung der Zuwege für die Windkraftanlagen im Steinsiepen/Richtung Serkenrode diene. So werden die Wege für die schweren Transport- und Baufahrzeuge tragfähig gemacht.

Die Aussage trifft bei den Einwohnern der umliegenden Orte auf völliges Unverständnis! Unserer Meinung nach ist es völlig widersprüchlich, dass in Zeiten der Wasserknappheit, Tausende von Litern Wasser in bester Trinkwasserqualität für den Straßenbau zum vermeintlichen Klimaschutz eingesetzt werden.

„Wertvolle Reserve wird im Boden versenkt“

Vielen Bürgern ist dabei gar nicht bewusst, was hier genau passiert: Während die Bevölkerung regelmäßig zum Schonen der Ressourcen aufgerufen wird und die Wälder unter anhaltender Trockenheit leiden, wird hier eine wertvolle Reserve buchstäblich im Boden versenkt, nur um den Bauzeitplan der Windenergieanlagen einzuhalten.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser sollte auch bei großen Infrastrukturprojekten selbstverständlich sein. Da spielt es auch keine Rolle, ob die Abnahme des kostbaren Guts durch die Baufirma bezahlt wird. Hier geht es um die immer wichtiger und knapper werdende Ressource Wasser."

Stellvertretend für viele Bewohner aus Schönholthausen und den umliegenden Dörfern,

Dirk Tenhaken und Maria Schmidt-Holthöfer

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