Update: Zyanid-Austritt löst Großeinsatz in Frielentrop aus
80 Einsatzkräfte vor Ort
- Finnentrop, 02.09.2025
- Blaulicht
- Von Nils Dinkel
Frielentrop. Ein Zwischenfall in einem Industriegebiet in Frielentrop hat am Dienstagvormittag, 2. September, einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst. Inzwischen ist jedoch ein Einsatzende absehbar.

Update von 13.55 Uhr:
Feuerwehr-Pressesprecher Tobias Hilgering sagte im Gespräch mit LokalPlus, dass der Einsatz nun quasi beendet sei. „Es sind keine erhöhten Messwerte aufgetreten. Die Halle selber ist noch einmal gelüftet worden, aber auch in der Halle waren keine erhöhten Werte feststellbar“, so Hilgering.

Laut der Kennzeichnung des Behälters sind die Einsatzkräfte sicher, dass es sich bei der freigesetzten Substanz um Zyanid handelte – die Messungen seien aber unauffällig geblieben.
Ursprünglicher Artikel:

Ein Zwischenfall in einem Industriegebiet in Frielentrop hat am Dienstagvormittag, 2. September, einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst. Das Industriegebiet ist gesperrt und der Einsatz dauert an.
Gegen 10.50 Uhr war beim Umfüllen von Zyanid in einem Betrieb für Oberflächenbearbeitung eine unbekannte Menge des hochgiftigen Stoffes ausgetreten. Produktion und Verwaltung wurden daraufhin komplett geräumt, der Betrieb ist derzeit eingestellt.


Neun Mitarbeiter atmeten nach Angaben von Feuerwehr-Pressesprecher Tobias Hilgering Dämpfe ein. Einer von ihnen wurde von den Rettungskräften als mittelschwer verletzt („gelb“) eingestuft, die übrigen als leicht verletzt („grün“). Polizei-Pressesprecher Thorsten Scheen teilte mit, dass sechs Betroffene vorsorglich in Krankenhäuser gebracht wurden.
Ein Trupp der Feuerwehr rückte in Chemikalien-Schutzanzügen in das Gebäude vor, um Messungen auszuführen und zu klären, ob tatsächlich Zyanid freigesetzt wurde. Laut Hilgering gehört der betroffene Betrieb zu den drei sogenannten Störfallbetrieben im Kreis Olpe. „Dementsprechend erfolgt hier grundsätzlich eine andere Alarmierung als bei normalen Betrieben“, so Hilgering.
Rund 80 Einsatzkräfte waren vor Ort, darunter die Feuerwehr Finnentrop, der ABC-Zug Lenne, der Messzug Olpe sowie zahlreiche Einheiten des Rettungsdienstes und des Deutschen Roten Kreuzes aus dem Kreis Olpe und angrenzenden Kommunen.




