Strauß binden und Butter mischen: Kräuterwanderung vermittelt Wissenswertes

Angebot erfreut sich großer Beliebtheit


Im schattigen Wald bei Deutmecke hat die Umweltpädagogin Anita Jung auf einer kleinen Wanderung zahlreichen Kräuter-Fans die Kräuter am Wegesrand erklärt. von Gemeinde Finnentrop
Im schattigen Wald bei Deutmecke hat die Umweltpädagogin Anita Jung auf einer kleinen Wanderung zahlreichen Kräuter-Fans die Kräuter am Wegesrand erklärt. © Gemeinde Finnentrop

Deutmecke. Im schattigen Wald bei Deutmecke hat die Umweltpädagogin Anita Jung auf einer kleinen Wanderung zahlreichen Kräuter-Fans die Kräuter am Wegesrand erklärt. Im Fokus stand bei dieser Kräuterwanderung das Binden eines Kräuterstraußes, wie es zum Festtag Maria Himmelfahrt (15. August) Brauch ist.


Solche geweihten Sträuße sollten früher das Haus sowie die Bewohner samt Tieren vor Krankheiten, Blitz und bösen Geistern schützen. Bei Dost, Johanniskraut, Königskerze wurde man fündig, einige andere Kräuter waren dagegen komplett vertrocknet. Anita Jung hatte vorgesorgt und eimerweise Kräuter aus ihrem eigenen Bestand mitgebracht.

So konnten sich im Anschluss an die Wanderung alle Teilnehmer einen wunderschönen Strauß zusammenstellen und mit nach Hause nehmen.

Wildkräuterbutter auf frischem Brot

Da das Kulinarische bei den letzten Wanderungen besonderen Anklang fand, gab es auch dieses Mal eine Verköstigung. „Brennnessel, Giersch, Knoblauchsrauke, Löwenzahn, Spitzwegerich und Vogelmiere lassen sich mit Butter und Salz zu einer schmackhaften Wildkräuter-Butter verarbeiten“, so die erfahrene Kräuterfrau. Gesagt, getan. Gemeinsam wurde geschnippelt und gerührt und anschließend auf im Dutsch-Ofen gebackenem Brot verkostet.

Aber nicht nur der Geschmack der Kräuter wurde hervorgehoben, sondern insbesondere die Inhaltsstoffe. So übertrifft z.B. Girsch den Eisbergsalat bei allen Vitaminen und Mineralstoffen bei weitem.

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