Post-Zustellstützpunkt Frielentrop wird zukünftig anders genutzt

Organisatorische und ökonomische Gründe


  • Finnentrop, 23.09.2026
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  • Von Nicole Voss
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Der bisherige Post-Zustellstützpunkt in Frielentrop. von privat
Der bisherige Post-Zustellstützpunkt in Frielentrop. © privat

Frielentrop/Attendorn. Mit einem Jahr Kündigungsfrist hat die Deutsche Post den Vertrag für ihren Zustellstützpunkt im Industriegebiet Frielentrop zum 31. Oktober 2026 gekündigt. Dementsprechend laufen gerade die finalen Umzugsarbeiten zum neuen Stützpunkt im Askay in Attendorn.


Die Post teilt auf Anfrage von LokalPlus mit, dass der bisherige Zustellstützpunkt in Frielentrop aus organisatorischen und ökonomischen Gesichtspunkten dauerhaft mit dem neuen Zustellstellstützpunkt in Attendorn zusammengelegt werde. Der Zustellstützpunkt in Attendorn sei im Frühjahr in eine für den Zweck umgebaute Bestandsimmobilie umgezogen.

„Bei steigenden Paketsendungsmengen (und trotz sinkender Briefmengen) benötigen wir nicht zuletzt mehr Platz und freuen uns, diesen in der Immobilie Askay 16 in Attendorn vorzufinden“, so die Pressestelle der Deutschen Post. Am Stützpunkt in Frielentrop waren nach Angaben eines Beschäftigten etwa 20 Mitarbeiter beschäftigt, die täglich rund 20.000 Briefe und rund 700 Pakete bearbeiten.

Keine Kündigungen geplant

Den ökonomischen Aspekt untermalt die Deutsche Post damit, dass die Zahl der in der Zustellung eingesetzten E-Fahrzeuge trotz der größeren Entfernung nicht reduziert werde. „E-Fahrzeuge und Verbrenner setzen wir vom neuen Standort nach Kapazität ein. Wir werden auch weiterhin E-Fahrzeuge in der Zustellung in Finnentrop einsetzen“, so die Pressestelle.

Ferner seien im Zusammenhang mit dem Umzug keine Kündigungen vorgesehen. „Wir brauchen unsere Zusteller und wollen sie selbstverständlich auch zukünftig beschäftigen“, so die Pressestelle.

Mitarbeiter zeigt sich skeptisch

Ein Mitarbeiter, mit dem LokalPlus sprach, befürchtet jedoch: „Attendorn wird ein Chaos. Es ist zu eng und ich vermute, dass die Mitarbeiter nicht mehr Herr der Sendungen werden. Schon jetzt müssen sie aus Zeitgründen ihre Touren mittendrin abbrechen und am nächsten Tag wieder da starten, wo sie sie beendet haben.“

Der Mitarbeiter teilt im Gespräch mit LokalPlus ferner mit, dass die Briefpost für die Post kein lukratives Geschäft mehr sei. Besonders bedauert dieser Gesprächspartner, dass der „kleine Mann“ nicht mehr zähle und es noch mehr Kündigungen geben werde. „Brisant wird es beispielsweise bei Medikamentenlieferungen, die nicht zugestellt werden können.“ Die Tatsache, dass das Weihnachtsgeschäft beginne, mache es noch schlimmer. Alles in allem zerre die Situation an der Psyche der Mitarbeitenden.

Marc Auerswald kauft Gebäude

Das Gebäude in Frielentrop bleibt nicht ungenutzt. Marc Auerswald hat das Gebäude und das Grundstück gekauft. Der Automobilhändler und Kfz-Meister möchte auf den 300 Quadratmetern zuzüglich der 2.000 Quadratmeter Außenfläche eine Gebrauchtwagen-Ausstellung etablieren. Marc Auerswald geht von etwa 130 bis 150 Gebrauchtfahrzeugen aus. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2027 geplant.

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