Polizei zeigt am Montagmorgen in Finnentrop Präsenz
Nach Bedrohungslage – Schule sucht Gespräche mit Schülern
- Finnentrop, 28.09.2026
- Blaulicht
- Von Nils Dinkel
Finnentrop. Nach einer Gefahrensituation am Freitag, 25. September, an der Bigge-Lenne-Gesamtschule in Finnentrop ist am Montagmorgen, 28. September, wieder der Schulalltag eingekehrt – allerdings unter besonderen Vorzeichen.

Die Polizei zeigte zum Wochenbeginn mit mehreren Streifenwagen erneut Präsenz an der Schule. Gleichzeitig suchten Schulleitung, Schulsozialarbeit und Lehrkräfte gezielt das Gespräch mit den Schülern und empfingen sie auf dem Schulhof.
Damit setzte die Schule die Maßnahmen um, die Schulleiter Thorsten Vietor nach dem größeren Polizeieinsatz am Freitag angekündigt hatte. Die Schüler sollten bereits an den Bushaltestellen beziehungsweise auf dem Weg zu den Schulgebäuden von Lehrkräften empfangen werden. Die erste Unterrichtsstunde war bei den jeweiligen Klassenlehrkräften vorgesehen, um die Ereignisse gemeinsam aufzuarbeiten und Raum für Fragen und Sorgen zu schaffen.

Auslöser des Polizeieinsatzes am Freitagmorgen war ein telefonischer Hinweis. Im Verlauf des Einsatzes hatten sich nach bisherigem Stand keine Hinweise auf eine tatsächliche Gefährdung von Schülern oder Beschäftigten ergeben. Die Ermittlungen zur Herkunft des Anrufs dauern an. In einem Schreiben an Eltern sowie Schüler hatte Vietor am Wochenende auch die zunächst zurückhaltende Kommunikation der Schule erklärt.
Während einer laufenden Einsatzlage stimme sich die Schule eng mit der Polizei ab. Welche Informationen veröffentlicht werden könnten, hänge von der jeweiligen Lage und den Ermittlungen ab. Deshalb habe die Schule zunächst lediglich über einen größeren Polizeieinsatz informieren können und darum gebeten, das Schulgelände nicht aufzusuchen.

Nach Angaben der Schule hatten die Schüler die Situation am Freitag insgesamt besonnen erlebt. Dies bestätigten auch Schüler im Gespräch mit LokalPlus. Lehrkräfte und weitere Beschäftigte begleiteten sie während des Einsatzes.
Wer auch nach dem Wochenende Gesprächsbedarf hat, kann sich an die Schulsozialarbeit und die Beratungslehrkräfte wenden. Bei Bedarf kann zudem der schulpsychologische Dienst der regionalen Schulberatungsstelle des Kreises Olpe hinzugezogen werden.


Auch intern sollen die Geschehnisse weiter aufgearbeitet werden. Das schulische Krisenteam habe die Ereignisse bereits intensiv beraten. Abläufe und Kommunikation sollen ebenfalls überprüft werden.
„Gerade außergewöhnliche Situationen zeigen, was bereits gut funktioniert und an welchen Stellen wir noch dazulernen können“, erklärte Vietor.




