Osteuropäische Besucher sorgen für Chaos im Duarphius Ostentrop

Theaterverein in Aktion


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Der Theaterverein Ostentrop überzeugt mit dem Stück „Der mit dem Staubsauger tanzt“ von Beate Irmisch. von Nicole Voss
Der Theaterverein Ostentrop überzeugt mit dem Stück „Der mit dem Staubsauger tanzt“ von Beate Irmisch. © Nicole Voss

Ostentrop. Der osteuropäische Slang der bestens aufgelegten Darsteller, das gekonnte Verpacken von klassischen Vorurteilen und Klischees und eine Putzphobie geben dem Stück „Der mit dem Staubsauber tanzt“ des Theatervereins Ostentrop eine besondere Note und strapazieren die Lachmuskeln der Gäste aufs Erheblichste.


Schon dreimal herrschte bei zwei ausverkauften und einer gut besuchten Vorstellung Begeisterung im Duarphius Ostentrop. Im Mittelpunkt steht Helmfried Mützel (David Hoffmann), ein Sauberkeitsfanatiker im besten Alter. Frauen für mögliche Beziehungen versucht er – zum Leidwesen seiner Mutter Kläre Mützel (Anja Heidrich) - im Internet zu finden. Und tatsächlich - er wird fündig.

Irina Poppowitsch (Heike Meyer) passt mit ihren Vorzügen - vermögend, gebildet, ordnungsliebend und sehr adrett - perfekt in Helmfrieds Beuteschema. Für einen Moment scheint das Liebesglück perfekt.

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Der Theaterverein Ostentrop überzeugt mit dem Stück „Der mit dem Staubsauger tanzt“ von Beate Irmisch.

Doch das ändert sich ganz schnell, als nicht nur Irina, sondern auch ihre Familie eintrifft. Zum Schießen komisch, schafft es das Trio Iwanowitsch Poppowitsch (Josef Wurm), Olinka Poppowitsch (Sabine Rohrmann-Jost) und Ottokar Poppowitsch (Michael Stell) mit osteuropäischem Dialekt und jeder Menge Situationskomik, die Zwerchfelle der Zuschauer auf Hochspannung und die klatschenden Hände in Aktion zu halten.

Es kommt zu irrwitzigen Szenen und das Chaos nimmt an Fahrt auf. Das Trio trinkt quasi Helmfrieds Bar leer, erheitert in „Pyjama-Szenen“ und lässt nicht nur Helmfried das Blut in den Adern gefrieren, als Ottokar den Bugatti in der Güllegrube versenkt.

Bugatti in Güllegrube versenkt

Damit das fahrbare Schmuckstück des peniblen Heiratswilligen wieder auf der Straße fahren kann, ziehen es Bauer Albert Maier (Hans-Jürgen Jost) – der übrigens mit Kläre Mützel verbandelt ist – und seine Tochter Rosi Maier (Marina Ilgner) aus der Grube.

Ottokar hat es ja nur gut gemeint, als er sich, natürlich ohne Führerschein, das Auto ausgeliehen hat, um Fusel für die Verlobungsfeier zu kaufen, die gleich am ersten Tag stattfinden soll.

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Der Theaterverein Ostentrop überzeugt mit dem Stück „Der mit dem Staubsauger tanzt“ von Beate Irmisch.

Zum Kultsong „Babicka“, den Karel Gott 1979 veröffentlichte, legen alle eine kesse Sohle aufs Parkett, begleitet vom Klatschen und Gesang der Besucher. Dann schließt sich der Vorhang und die Zuschauer rätseln bereits, ob es zur Hochzeit kommt.

Die Auflösung gibt’s bei sieben weiteren Vorstellungen – wobei nur noch für die Aufführungen an den Freitagen, 2. und 16. Januar, sowie Samstag, 17. Januar, einige Restkarten vorhanden sind.

3.100 Euro gespendet

Zum Gelingen des Stücks tragen auch die Souffleusen Gudrun Rohrmann und Kathrin Beste, die Bühnenbauer Meinolf Schulte, Daniel Nöcke, Markus Eckert und Felix Rohrmann sowie Bühnentechniker Alfons Rohrmann bei.

Bevor sich der Vorhang öffnete, gab Josef Wurm bekannt, dass der Theaterverein Ostentrop wieder gespendet hat. Insgesamt 3.100 Euro verteilte das Ensemble an: „Rette ein Kinderleben“, die NCL-Forschung, den Förderverein der Bigge-Lenne-Gesamtschule, die Karnevalsgesellschaft Holzentrop, den Jungen Chor Schönholthausen/Ostentrop und die SOS-Kinderdörfer.

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