Neue Brücke für Finnentrop
Thyssenbrücke
- Finnentrop, 20.02.2019
- Von Barbara Sander-Graetz
Barbara Sander-Graetz
Redaktion
Finnentrop. Die sogenannte Thyssenbrücke soll nach Vorstellung des Rates der Gemeinde Finnentrop erneuert werden. Dabei favorisiert der Rat einstimmig die Erneuerung in Eigenregie, ohne Beteiligung von Straßen.NRW durchzuführen.

„Straßen.NRW würde die Brücke als Anbindung an den bundesstraßenbegleitenden Radweg in die vorliegende Vereinbarung aufnehmen. Der Radweg und die Brücke müssen den Vorgaben der ERA (Empfehlung zur Anlage von Radwegen im öffentlichen Verkehrsraum) entsprechen, um von Straßen.NRW als förderfähige Anlage anerkannt zu werden“, erklärte Ralf Helmig (CDU) den Unterschied.
Würde die Gemeinde selber das Zepter in die Hand nehmen, wären sie nicht an die Vorgaben der ERA gebunden. Die Brücke würde nur zwei anstatt drei Meter breit. Auch im Bereich der Anbindung an den vorhandenen Gehweg der B 236 könnte der Aufwand „erheblich“ reduziert werden.
Dies hat zu einer Verwindung des Brückenoberbaues geführt. Nach einer Begutachtung wurde die Brücke aufgrund der festgestellten Mängel als nicht mehr standsicher eingestuft und gesperrt. Damit ist die direkte Verbindung von den Thyssenwiesen zur Killeschlade nicht mehr gegeben.
Die Ratsmitglieder beschlossen daher einstimmig, die Verwaltung zu ermächtigen, bei Einhaltung des Kostenrahmens von 330.000 Euro die Planung fortzuführen und eine wasserrechtliche Erlaubnis einzuholen. Die Mittel für den Ersatzbau der Brücke sollen für das Jahr 2020 in den Haushalt eingeplant werden.
