Kreisschüzenfest: André Zepke und Jörg Sieler reflektieren das Jahr 2020
Trotz Pandemie mit Eifer weiter geplant
- Finnentrop, 16.03.2021
- Dies & das
- Von Nicole Voss
Lenhausen. Das Kreisschützenfest ist abgesagt (LokalPlus berichtete). Obwohl die St.-Anna-Schützen die Planungen so weit möglich vorangetrieben hatten und das Motto „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ im Mittelpunkt stand, wurde die Ausrichtung des Festes schon seit längerem auf den Prüfstand gestellt.

Der Vorsitzende André Zepke und Geschäftsführer Jörg Sieler blicken zurück: „Bekanntlich entwickelten sich weder die Pandemie an sich noch die Impfsituation so, wie wir es uns alle gewünscht hätten“, begründen sie und weisen darauf hin, dass auch bei Vorstandsmitgliedern, Offizieren und Projektteilnehmern die Zweifel an der Durchführung wuchsen.
Die engagierten Vorbereitungsteilnehmer fragten sich auch, wie man denn - sollte das Fest stattfinden - dieses noch in der kurzen verbleibenden Zeit den eigenen hohen Ansprüchen entsprechend auf die Beine stellen solle. Daher seien Vorstands-intern auch vereinzelte Rufe nach einer schnellen Absage zum Ausdruck gebracht worden.

Da unabhängig von der persönlichen Meinung die Vereinbarungen mit dem KSB eingehalten werden sollten, um auch weiterhin vertrauensvoll zusammenarbeiten zu können, hielten die St.-Anna-Schützen daran fest, mit der finalen Entscheidung bis März zu warten.
Das vergangene Jahr war geprägt von Gesprächen und - soweit möglich - von Treffen. Im August 2020 ging es weiter in der Detailplanung: Erfahrungen, Vorstellungen und Vorgaben wurden mit dem Kreisschützenbund abgestimmt. Hierbei habe der KSB festgestellt, dass die Planungen auf einem sehr guten und fortgeschrittenen Weg waren.
„Wir merkten, dass wir das Vertrauen des KSB-Vorstandes genießen und bei der Gestaltung des Kreisschützenfestes einen großen Freiraum hatten, um dem Fest unsere eigene Note verleihen zu können“, erklärt André Zepke. Aber schon da habe die Frage „Was machen wir, wenn sich bis September 2021 das Thema Corona nicht erledigt hat?“ unter den Nägeln gebrannt.

Ergebnis: Erst einmal weiter planen und vorbereiten und ein Stück weit optimistisch sein, anstatt in dieser schwierigen Situation zusätzlichen Pessimismus zu streuen. Die Einschränkungen: Kein Fest mit AHA-Regeln und keine weiteren Verträge abschließen.


In der Zwischenzeit arbeiteten die einzelnen Arbeitskreise weiter, so dass im Oktober in der Schützenhalle eine Projektsitzung mit Maske stattfinden konnte. Schnell wurde klar, dass der Fortschritt durch die zunehmende rechtliche Unsicherheit gebremst bzw. gar verhindert wurde.

Dazu zählten das Abschließen von Verträgen mit dem Security-Unternehmen, weiteren Dienstleistern, die Ansprache von Sponsoren in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten und die Frage, ob sich die Mitgliedsvereine zurückmelden. Wie sollte die Einhaltung der Hygieneauflagen umgesetzt, wie sollten die Helfer mobilisiert werden? Oder sagen sie aus Angst vor dem Virus ab?
„Als sich im November eine deutliche Verschlechterung der pandemischen Lage ergeben hatte und damit auch die Prognosen für 2021 deutlich negativer wurden, setzten wir uns mit dem KSB-Vorstand zusammen. Wir einigten uns darauf, mit einer endgültigen Entscheidung bis März zu warten, da es ja zu dem Zeitpunkt zumindest nicht auszuschließen war, dass bis zum Beginn der Schützenfestsaison im Mai Deutschland „durchgeimpft“ und zurück im normalen gesellschaftlichen Leben wäre“, erklären André Zepke und Jörg Sieler.
Diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt, denn ein „durchgeimpftes“ Deutschland scheint noch in weiter Ferne.
