Klangfreuden beim Musikschullehrer-Konzert im Schloss Bamenohl

Jubiläum der Musikschule Lennetal


Musik aus unterschiedlichen Epochen und Stilrichtungen machten das Konzert aus. von privat
Musik aus unterschiedlichen Epochen und Stilrichtungen machten das Konzert aus. © privat

Bamenohl. Zu ihrem ersten Lehrerkonzert im Jubiläumsjahr hatte die Musikschule Lennetal am Sonntag, den 4. Juni ins Schloss Bamenohl ein. Im stilvollen Ambiente des alten Adelssitzes erlebten Musikfreunde die Musikpädagogen als Künstler an ihren Instrumenten.


Die eher selten zu hörende Viola – gespielt von Sebastian Hoffmann – erfüllte mit sonorer Klangfülle mühelos den ganzen Konzertraum. Gemeinsam mit Claudia Peiser am Klavier gestaltete der stellvertretende Schulleiter zwei Sätze aus einer Gambensonate von Bach und ein munteres Allegro des Mozartfreundes Carl Ditters von Dittersdorf.

Ganz andere, folkloristische Musik präsentierten Svetlana Dolgalova an der Domra, einem der russischen Balalaika verwandtem Instrument und Dmytro Dolgalov an der Gitarre.

Jeder Mitwirkende stellte seine Virtuosität unter Beweis. von privat
Jeder Mitwirkende stellte seine Virtuosität unter Beweis. © privat

In zwei hochvirtuosen Kompositionen des Brasilianers Heitor-Villa Lobos und des ukrainischen Tonsetzers Eugen Milka zeigte das ebenfalls ukrainische Ehepaar absolut professionelles Spielniveau und begeisterte das Publikum.

Musik seines Namensvetters Giovanni Hoffmann auf dem Instrument des Jahres 2023 präsentierte Sebastian Hoffmann: dieses Mal nicht auf der Viola, sondern der neapolitanischen Mandoline.Die d-moll Sonate Hoffmanns sparte nicht mit virtuosen Einlagen und gefiel durch galante Melodiegestaltung.

Andreas Brückner entlockt sogar einem Karton klangvolle Töne. von privat
Andreas Brückner entlockt sogar einem Karton klangvolle Töne. © privat

Mit eigenen Kompositionen und selbstkomponierten Liedern wusste Sibylle Theiß zu beeindrucken – ihr Song „…und dann bin ich ein Held“ ging richtig unter die Haut. Da hätte sich das Publikum durchaus noch einen weiteren Theiß-Song gewünscht.

Um die Ohren der Zuhörer und den historischen Saal nicht zu überfordern hatte sich der Schlagzeuger Andreas Brückner entschieden, sein Drumset zu Hause zu lassen und improvisierte auf der Cachon. Für die Gäste erstaunlich und faszinierend, wie viele unterschiedlichen Klänge und Rhythmen Brückner nur mit seinen Händen aus der herauszaubern konnte.

Seine spontan improvisierte Begleitung zu Sibylle Theißs „..und dann bin ich ein Held“ zeigte zusätzlich Brückners künstlerische Kreativität. Das rundum begeisterte Publikum sparte nicht mit Beifall. Das nächste Lehrerkonzert der Musikschule Lennetal findet am 26. August um 18 Uhr in der Christuskirche in Werdohl statt.

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