kinder- jugend- & kulturhaus besuchte Freilichtmuseum Lindlar

Kinder und Jugendliche unternehmen Zeitreise in die Vergangenheit


Auf althergebrachte Weise ein Seil anzufertigen, war eine von vielen Mitmachaktionen im Freilichtmuseum. von kjkhaus / privat
Auf althergebrachte Weise ein Seil anzufertigen, war eine von vielen Mitmachaktionen im Freilichtmuseum. © kjkhaus / privat

Lindlar/Finnentrop. Auf eine Zeitreise in das ländliche Leben vor rund 100 Jahren begaben sich kürzlich zwölf Kinder und Jugendliche des kinder- jugend- & kulturhauses Finnentrop im Rahmen der Sommerferienspiele. Dafür fuhren die Kleinen ins bergische Freilichtmuseum Lindlar. Das Museum versteht sich als ein zentraler Ort der außerschulischen Bildung im Bergischen Land, wobei sich der Spaß am Entdecken und Erleben mit der anschaulichen Vermittlung vergangener, teils fast vergessener Arbeitstechniken und Wissensbeständen verbindet.


Zu Beginn gab es eine spannende Museumsrallye, bei der man u. a. herausfinden konnte, dass in einem sogenannten „Minihaus“ mit 40qm einst bis zu elf Personen lebten. Nach dem Mittagessen in der Museumsherberge stand der Workshop „Altes Material – neue Wände“ auf dem Programm, bei dem die Teilnehmer ihre eigene Fachwerkwand bauen durften. Nach dem Biegen der Haselstecken, die in die Staken geflochten wurden, konnte nach Lust und Laune der Lehm mit den nackten Füßen gestampft werden. Nachdem die Masse die richtige Konsistenz erreicht hatte, wurde sie mit den Händen an der Wand angebracht und glattgestrichen. Der Lehm hat laut den Museumspädagogen übrigens eine gesundheitsfördernde Funktion, da er feuchtigkeitsregulierend wirkt. Daher kommt der Werkstoff auch heute wieder vermehrt zum Einsatz, wenn ein gesundes Raumklima erzielt werden soll.

Am zweiten Tag konnten die Teilnehmer ihr eigenes Seil herstellen: Auf der 40 Meter langen Seilerbahn lehrte der Museumshandwerker die Arbeit mit Kammgeschirr, Leitholz und Litze. Hier konnten sich die Teilnehmer in Zweierteams ein Springseil anfertigen.
Förderung durch Politik
Die Aktionen wurden von jungen Reportern mit der Fotokamera begleitet. Die Bilder werden in der Reihe „Meine Jugend, früher und heute“ ausgestellt. Das Angebot wurde durch das Projekt „Kulturrucksack NRW“ und das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW gefördert. Die Teilnahme sowie Verpflegung und Bustransfer waren kostenlos.
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