Interessengemeinschaft Krankenhauskapelle Heggen in Sorge

Gemeinde gefordert


Der Erdaushub vor der ehemaligen Krankenhauskapelle ist immer noch nicht wieder beseitigt. von privat
Der Erdaushub vor der ehemaligen Krankenhauskapelle ist immer noch nicht wieder beseitigt. © privat

Heggen. „Wir machen uns gerade Sorgen, dass unnötige Kosten bei der Erhaltung der ehemaligen Krankenhauskapelle in Heggen entstehen“, so die gleichnamige Interessensgemeinschaft. Grund für die Sorge ist der ungeschützte Erdaushub, der seit August die Kapelle auf zwei Seiten bis zur Hälfte unter sich begräbt.


Zum Hintergrund: Aus früheren Unterlagen zur ehemaligen Jugendherberge ging hervor, dass sich auf dem Grundstück mindestens drei Öltanks noch im Erdreich befinden müssten. Einer der Tanks wurde neben der Kapelle gefunden, zwei weitere zwischen Kapelle und Haupteingang.

Letztere wurden ab August aus dem Erdreich entfernt. Dabei wurde der Erdaushub direkt an die Kapelle gelagert, ohne einen Schutz für das Mauerwerk.

Der Erdaushub wurde noch nicht wieder beseitigt. von privat
Der Erdaushub wurde noch nicht wieder beseitigt. © privat

Die Öltanks sind mittlerweile entfernt, kontaminiertes Erdreich wurde ausgetauscht, doch die Baugrube wird seit Wochen nicht wieder verfüllt. Weitere Baumaßnahmen sind nicht zu erkennen.

Mit Unverständnis reagiert die Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt der ehemaligen Krankenhauskapelle einsetzt, auf die Art der Durchführung. „Das Erdreich wird gerade jetzt bei Regen nass und mit Feuchtigkeit durchdrungen.

Diese kann ungeschützt in das Mauerwerk der historischen Kapelle eindringen. Das heißt aber auch, dass die Feuchtigkeit wieder aus dem Mauerwerk raus muss, was technisch möglich ist, aber unnötige Kosten verursacht“, heißt es in der Pressemitteilung der Interessengemeinschaft.

Die Interessengemeinschaft stellt sich die Frage, wie es weiter gehen soll. von privat
Die Interessengemeinschaft stellt sich die Frage, wie es weiter gehen soll. © privat

Die IG bittet die Gemeinde, diesen Zustand so schnell wie möglich zu beheben. Außerdem werde mit Spannung auf die Entscheidung des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Finnentrop gewartet, wie mit der Kapelle und dem Antrag, für das rund 10.000 qm große Grundstück eine Planung zu entwickeln, umgegangen wird.

„Wir hoffen, die örtlichen Vertreter von CDU und SPD im Rat haben die Stimmung im Ort erkannt und werden uns in unserem Anliegen unterstützen.“

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