Heß: „Lenne wieder ins Bewusstsein rücken"

Offizielle Einweihung des Lenneparks / Dank an viele Helfer


  • Finnentrop, 06.09.2015
  • Von Barbara Sander-Graetz
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    Barbara Sander-Graetz

    Redaktion

Lennepark-Einweihung: Planer Marcel Adam (links) und Bürgermeister Dietmar Heß. von s: Barbara Sander-Graetz
Lennepark-Einweihung: Planer Marcel Adam (links) und Bürgermeister Dietmar Heß. © s: Barbara Sander-Graetz

Bei strömenden Regen wurde am Sonntagnachmittag der Lennepark in Finnentrop offiziell eingeweiht. Bürgermeister Dietmar Heß und Planer Marcel Adam bedankten sich bei den vielen Helfern, die diesen Park und das dazu gehörende Einweihungsfest ermöglicht hatten. Die Veranstaltung war Bestandteil des interkommunalen Aktionstages „Lennelebt!".


„Meine große Sorge war es immer“, so Bürgermeister Heß, „dass die benachbarte Landstraße hier direkt durch das Gebiet des alten Bahngeländes gehen könnte und das Gelände teilt. Das wäre keine glückliche Situation gewesen. So haben wir uns entschlossen, hier einen Freizeitbereich entstehen zu lassen. Dabei wurde der Grundgedanke der Lenneschiene, den Fluss Lenne wieder in das Bewusstsein der Menschen zu rücken, in den Vordergrund gestellt.“ Allerdings konnten bei der Eröffnung keine der angekündigten Bootsfahrten durch das THW angeboten werden. „Wir haben trotz Regens zurzeit zu wenig Wasser in der Lenne. Es konnte auch nichts angestaut werden, da das Wehr renoviert wird“, erklärte Heß.
Bürgermeister verspricht weiteres Fest
Fertig ist hingegen der Spielplatz, der vergangene Woche eingeweiht wurde (LokalPlus berichtet) und der Teilabschnitt des Radweges durch den Lennepark. „Im kommenden Jahr werden wir wieder ein Fest hier machen“, versprach Heß, „dann werden wir die Anschlüsse an die Bahnlinie und die endgültige Fertigstellung feiern.“ Nachdem Planer Marcel Adam aus Potsdam noch einige Gedanken zur Philosophie seiner Pläne erklärt hatten, wurde ein offizielles Schild angebracht. Neben der Feuerwehr, die einen Einblick in ihre Arbeit gab, sorgten die Finnentroper Schützen für die Bewirtung und die Caritas-Konferenzen der Gemeinde für Kaffee und Kuchen. Das DRK und der Moscheeverein waren ebenfalls vertreten. Der Musikzug Heggen, der Musikverein Schönholthausen und die Band "Sound Transfer" steuerten das Musikprogramm bei.
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Heß: „Lenne wieder ins Bewusstsein rücken"
Vor der offiziellen Eröffnung gab es wie im vergangene Jahr einen Rundlauf der Gesamtschule Finnentrop. Die Siegerehrung fand ebenfalls im Rahmen der Eröffnung statt. Das Gelände des heutigen Lenneparks wurde im Jahre 2008 von der Deutschen Bahn erworben. Mit erworben wurde auch der gesamte Gebäudebestand, im Wesentlichen bestehend aus dem ehemaligen Busdepot, verschiedenen Werkstatt- und Instandsetzungsgebäuden und dem ehemaligen Lokschuppen. Der Kaufpreis betrug 560.000 Euro. In einem städtebaulichen Werkstattverfahren unter Beteiligung namhafter Architekten und Landschaftsplaner wurden im Juli 2011 die Grundzüge einer Umgestaltung dieser Fläche und ein Plan zur Umsetzung erarbeitet. Dieser Plan wurde am 20. Juli 2011 nach einer intensiven Bürgerbeteiligung vom Rat der Gemeinde mit großer Mehrheit beschlossen.
Areal auf 26.000 Quadratmetern
Im Februar 2013 erhielt das Büro Adam aus Potsdam den Auftrag für die Planung des Lenneparks und der dazu gehörigen P+R-Anlage. Der Lennepark umfasst rund 26.000 Quadratmeter, wovon 4000 Quadratmeter Spielfläche sind. Den gesamten Lennepark begleitet lenneseitig zwischen dem Stellwerken Süd und Nord der neu gebaute Radweg als Bestandteil der Lenneroute und des SauerlandRadrings.
Zahlen und Fakten
• Die Baukosten betragen rund 1,86 Mio. Euro für den Lennepark, davon kommen 70 Prozent aus dem Topf der Städtebauförderungsmittel • Rund 550.000 Euro kostet die P+R Anlage, davon erfolgen 90 Prozent Förderung gemäß Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz • Rund 130.000 Euro schlägt der Radweg zu Buche, davon erfolgt eine 100 Prozentige Kostenübernahme durch Straßen NRW als bundesstraßenbegleitender Radweg.
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