Heiligenhäuschen unterhalb des Oberbeckens eingeweiht
Ort zum Innehalten
- Finnentrop, 19.03.2026
- Verschiedenes
- Von Nicole Voss
Lenhausen. Der beliebte Wanderweg Sauerland Höhenflug hat eine neue Attraktion. Unterhalb des Oberbeckens wurde ein Heiligenhäuschen mit einer „Madonna der Hoffnung“ und dem Schriftzug „Maria hilft immer!“ errichtet.

Die Idee war bereits vor sechs Jahren während der Pandemie entstanden, als das gesellschaftliche Leben quasi brachlag und einige Schützenbrüder aus Lenhausen das Wandern in den Bergen rund um Lenhausen für sich entdeckten.
Im vergangenen Jahr wurde das Thema wieder aufgegriffen, als einige langjährige Teilnehmer der Wanderwallfahrt Lenhausen - Werl zusammen unterwegs waren. Da es am Wallfahrtsweg in Hellefeld bereits ein Lenhauser Kreuz gibt (erbaut 1994 von Günter Kramer), wurde hingegen klar, dass eine Marienstatue fehlt.
Als Ort bot sich ein wunderschöner Platz an, der sowohl für Wanderer und Mountainbiker auf dem Sauerland Höhenflug als auch für Spaziergänger vom Oberbecken aus sehr gut erreichbar ist und den Grundstückseigentümer Graf Gundolf von Plettenberg bereitwillig zur Verfügung stellte.




Als schließlich auch die Finanzierung geklärt war – 80 Prozent wurden gefördert durch die Kleinprojektförderung der LEADER-Region LenneSchiene – konnte das Bauvorhaben nach der Skizze von Helmut Zepke verwirklicht werden. Franz-Josef Sieler baute außerdem zwei Holzsitzbänke und befestigte den Vorplatz, damit die Besucher sich ausruhen und innehalten können.
„Die Madonna der Hoffnung soll allen absichtlich oder zufällig kommenden Menschen die Gelegenheit geben, inmitten Gottes schöner Natur bei Gott und bei der Gottesmutter Maria zu beten – Trost und Hilfe zu erhalten und Hoffnung, Kraft und Zuversicht zu gewinnen“, so Initiator André Zepke.

Die feierliche Einweihung und Segnung – bei der zur Freude der Verantwortlichen etwa 150 Besucher anwesend waren – nahm Pastor Michael Krischer vor. Musikalisch gestaltet wurde die Andacht von einem Bläserquartett des Musikzugs Bamenohl.
Pastor Michael Krischer sagte bei der Einweihung: „Ich finde es ziemlich cool, wenn heute neue Heiligenhäuschen gebaut werden. Vor allem, weil das Ganze nicht meine Idee war. Es kommt immer mal wieder vor, dass Menschen mit Ideen bei mir anfragen. 2024 war es ein renoviertes Kreuz in Rönkhausen am Schafstall.“
Oft seien es aber auch Dinge, mit denen die Menschen etwas anbieten möchten: Andachten, offenes Singen, Kunstausstellungen und einiges mehr. Der Geistliche räumt ein, dass ein Heiligenhäuschen schon eine andere Hausnummer sei.



„Mich hat die Einweihung sehr bewegt, weil ich nie mit so vielen Menschen gerechnet hätte, ich bin von 30 bis 50 ausgegangen. Anscheinend bewegt der Glaube heute noch Menschen“, so Pastor Michael Krischer, der hervorhob, dass ihm das Häuschen Mut mache, dass der Glaube auch heute noch gelebt werde.
Alle aktuellen und ehemaligen Wallfahrer Lenhausen-Werl haben die Möglichkeit, sich namentlich auf einer Tafel zu verewigen und können sich bis Sonntag, 29. März, per E-Mail an andre.zepke@anna1818.de melden.
