Grundschule Rönkhausen: Bürgermeister Dietmar Heß weist Vorwürfe zurück

„Reines Wahlkampfrauschen“


Die Situation an der Grundschule Rönkhausen sorgt weiter für Diskussionen. von Nicole Voss
Die Situation an der Grundschule Rönkhausen sorgt weiter für Diskussionen. © Nicole Voss

Finnentrop. Als deutlich überzogen und „reines Wahlkampfrauschen“ hat Bürgermeister Dietmar Heß die Debatte um die räumliche Situation an der Grundschule Rönkhausen bezeichnet (LokalPlus berichtete). Das Gemeindeoberhaupt dementierte die Vorwürfe, dass sich die Gemeinde nicht kümmere.


Im Schulentwicklungsplan für die Gemeinde Finnentrop, der im Dezember 2018 mit großer Mehrheit vom Rat beschlossen worden sei, gebe es einen Hinweis auf mögliche räumliche Engpässe. Der beschlossene Schuletwicklungsplan weise jedoch auf das derzeit als Wohnung genutzte Dachgeschoss der Schule als mögliche Raumreserve hin.

Schulentwicklungsplanerin Anja Reinermann-Matko habe im Fachausschuss darauf hingewiesen, dass die Nutzung nur mit erheblichen Auflagen (Brandschutz) sichergestellt werden könne.
Höchstgrenze bei der Betreuung erreicht
Bürgermeister Heß erklärte, dass erst im Frühjahr 2020 offenkundig geworden sei, dass die Betreuung seitens der Eltern verstärkt nachgefragt werde. Der Träger der Betreuung, der DRK-Kreisverband Olpe habe mitgeteilt, dass Kinder nicht in die Betreuung aufgenommen werden können, da die Höchstgrenze erreicht sei.

In Gesprächen mit der Schulleitung, der Schulpflegschaft und der Gemeinde Finnentrop sei festgestellt worden, dass alle Kinder in die Betreuung aufgenommen werden, was auch geschehen sei. Währenddessen habe die Gemeinde das Architekturbüro Luig eingeschaltet, dass sich mit der Situation befassen sollte.
 von Nils Dinkel
© Nils Dinkel
Am 2. Juni habe die Schulleitung der Verwaltung mitgeteilt, dass die zukünftige Klasse 2 durch den Zuzug von Familien, auf Grund ihrer Größe, mit Zustimmung des Schulamtes geteilt werden dürfe. Damit sei erstmalig bekannt gewesen, dass es vor dem Schuljahr 2023/24 zu einer weiteren Inanspruchnahme eines Klassenraumes kommen würde.

Schulleiterin Baum bat in ihrer Mail darum, andere Möglichkeiten für die Betreuung zu suchen und erwähnte dabei die Nutzung des Pfarrheims.
Raumsituation wie beim Schulentwicklungsplan
„Genau dieses Pfarrheim hat die Gemeinde Finnentrop im Einvernehmen mit dem Kirchenvorstand angemietet“, so Bürgermeister Dietmar Heß, der hinzufügt: Mit der Möglichkeit zur Nutzung des Pfarrheims ist die gleiche Raumsituation wiederhergestellt, wie sie bei der Verabschiedung des Schulentwicklungsplans durch den Rat vorgelegen hat.“
Engpässe beseitigt
Ab Montag, 31. August, könne die Betreuung im Pfarrheim in vollem Umfang umgesetzt werden, da auch das DRK seine personellen Engpässe wieder beseitigt habe. Diese Engpässe gibt das Gemeindeoberhaupt auch als Grund dafür an, dass Eltern mitgeteilt worden sei, sie mögen ihre Kinder nur falls dringend notwendig in die Betreuung schicken.
Es bleibe dabei, dass es ab dem Schuljahr 2023/24 Handlungsbedarf gebe. Bürgermeister Heß wies diesbezüglich auf die Einschränkungen hin, die sich auf Grund der Vorgaben für Klassenbildung seitens des Landes NRW ergeben.
Obergrenze einhalten
Auf der Grundlage von durchschnittlich 23 Kindern pro Klasse ergibt sich die maximale Zahl von Eingangsklassen. Wird die Obergrenze nicht eingehalten, muss es laut Schulaufsicht zu einer Umverteilung von Schülern innerhalb der Kommune oder des Grundschulverbandes kommen.

„Das ist etwas, was die Verwaltung unbedingt vermeiden möchte“, so Bürgermeister Heß, der erklärte, dass man für eine wohnortnahe Beschulung und den gemeinsamen Unterricht von Rönkhauser und Lenhauser Kindern sorgen wolle. Ein Anbau sei auf Grund der begrenzten Platzverhältnisse und der topographischen Lage schwierig.
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