Gemeinde Finnentrop investiert in das ehemalige Hotel Neubrücker Hof

Haushaltsmittel eingestellt


  • Finnentrop, 24.03.2021
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  • Von Nicole Voss
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Im ehemaligen Hotel Neubrücker Hof werden Sanierungsmaßnahmen geplant.  von privat
Im ehemaligen Hotel Neubrücker Hof werden Sanierungsmaßnahmen geplant. © privat

Finnentrop. „Auch im Gebäudemanagement gibt es außerplanmäßige Investitionen“, begründete Ulrich Hilleke, Fachberreichsleiter Planen, Bauen und Wohnen, in der Ratssitzung am Dienstag, 23. März, die Einstellung von zusätzlichen Haushaltsmitteln für die Sanierung des ehemaligen Hotels Neubrücker Hof.


Diese sind für Arbeiten in den Bereich Zimmerei, Trockenbau, Sanitär, Fliesen, Anstrich, Bodenbelag und Elektrik geplant. Die Mittel stehen im jährlichen Unterhaltungsansatz für Flüchtlings- und Asylantenhäuser nicht zur Verfügung und sind daher überplanmäßig bereit zu stellen

Im ehemaligen Hotel an der Bamenohler Straße, das seit 1990 im Besitz der Gemeinde Finnentrop ist, müssen Sanierungsmaßnahmen in Höhe von 52.000 Euro vollzogen werden.

Schadensbild mit einem Statiker begutachtet

Das Gebäude wurde seinerzeit umgestaltet und dient seitdem der Unterbringung von Flüchtlingen und Asylsuchenden. Im Erdgeschoss ist darüber hinaus die Kleiderkammer eingerichtet worden. Neben allgemeinen Unterhaltungsarbeiten waren in den Folgejahren keine größeren Investitionsmaßnahmen im Objekt notwendig.

Bei einer turnusmäßig vorgenommenen Objektbesichtigung zeigte sich in drei Räumen des Dachgeschosses eine Absenkung des Fußbodens. Nach teilweisem Abtrag des Bodenaufbaus mit Gussasphalt und Dielenbelag musste festgestellt werden, dass die Hauptdeckenbalken größtenteils morsch waren.

Das Schadensbild wurde gemeinsam mit einem Statiker begutachtet. Die Schadensursache lässt sich laut Ulrich Hilleke nicht abschließend klären. Offenbar handelt es sich um einen Altwasserschaden, der über Jahre hinweg dafür gesorgt hat, dass die Balken faulen. Derzeit leben in dem Haus 15 Personen, eine Gefahr für ihre Gesundheit bestehe aber nicht, hieß es.

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