Die Breitbandversorgung in Rönkhausen und Serkenrode eingeschlossen, seien rund 70 Prozent aller Finnentroper Haushalte mit „leistungsfähigen Anschlussmöglichkeiten“ versorgt. Nun sollen weitere 1145 Haushalte in den Ortschaften Schönholthausen, Ostentrop, Deutmecke, Frettermühle, Gierschlade, Müllen, Fehrenbracht, Ramscheid, Schliprüthen, Schöndelt und Weuspert ebenfalls an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Davon profitieren sollen dann auch die Industriegebiete Finnentrop II und III sowie das Gewerbegebiet Therecker Weg (Rönkhausen), erklärte Fachbereichsleiter Ludwig Rasche in der Sitzung des Gemeinderates am Mittwoch, 22. Juni.
Rasche verwies in seinen Ausführungen zunächst auf die bereits abgeschlossenen Maßnahmen. Bereits vor vier Jahren seien 1.346 Haushalte in Fretter und Lenhausen im Rahmen einer Kooperation zwischen Gemeinde und Telekom mit schnellem Internet versorgt worden. Hierfür hatte die Gemeinde noch die „Wirtschaftlichkeitslücke“ von rund 265.000 Euro ausgleichen müssen, so Rasche. Im Jahre 2015 habe die Telekom dann „eigenwirtschaftlich“ für mehr als 3000 Haushalte in Finnentrop, Bamenohl, Weringhausen, Altfinnentrop, Illeschlade, Heggen und Hülschotten Anschlussmöglichkeiten für eine Datenübertragungsrate von bis zu 100 Mbit/s geschaffen.
Mit dem nun angestrebten weiteren Breitbandausbau würde die Gemeinde Finnentrop dem Ziel eines möglichst flächendeckenden Ausbaus mit mindestens 50 Mbit/s einen großen Schritt näherkommen, erklärte Rasche. Wann genau der Ausbau erfolgt, könne allerdings erst nach Abschluss des Kooperationsvertrages mit dem Anbieter, der im Rahmen einer Ausschreibung ermittelt wird, gesagt werden. Die neuen Ausbaugebiete sind Rasche zufolge Teil der kreisweiten Anstrengungen zur Verbesserung der Breitbandversorgung. In enger Abstimmung zwischen dem Kreis Olpe und den sieben Kommunen sind die geplanten Ausbaugebiete ermittelt und die Grundlagen für einen Förderantrag geschaffen worden.
Bereits im April hatte der Kreis Olpe den Bewilligungsbescheid des Bundes über Fördermittel für den Breitbandausbau in Höhe von rund sechs Millionen Euro in Empfang genommen. Weitere knapp fünf Millionen Euro, diesmal aus Landesmitteln, sollen die Gesamtförderung auf 90 Prozent der kalkulierten Deckungslücke von rund 12,27 Millionen Euro aufstocken. Damit verbleibe bei den Kommunen ein zu übernehmender Eigenanteil von etwa 1,23 Millionen Euro, rechnete Rasche vor.
Noch nicht abschließend entschieden ist, ob alternativ nur für die im Frettertal gelegenen Orte Ostentrop, Schönholthausen, Deutmecke, Frettermühle, Gierschlade und Müllen das in 2015 von der Gemeinde Finnentrop eingeleitete Verfahren mit dem Ziel einer 75-prozentigen und ausschließlichen Landesförderung selbständig fortgesetzt werden soll. „Das hängt von den zu erwartenden zeitlichen, aber auch qualitativen Rahmenbedingungen ab und wird in den nächsten Wochen in Abstimmung mit dem Kreis Olpe und den Fördermittelgebern entschieden“, teilte Fachbereichsleiter Rasche mit. (LP)