Eltern der Rönkser Grundschüler fordern Unterstützung der Kommunalpolitiker

Offener Brief an alle Fraktionen


In der Grundschule Rönkhausen fehlen Räume. Jetzt wenden sich die Eltern an die Kommunalpolitiker. von Nicole Voss
In der Grundschule Rönkhausen fehlen Räume. Jetzt wenden sich die Eltern an die Kommunalpolitiker. © Nicole Voss

Rönkhausen. In einem offenen Brief, der unserer Redaktion vorliegt, wenden sich die Eltern der Schüler der Grundschule Rönkhausen an die heimischen Politiker und fordern: „Umdenken statt Umlenken!“


Sie wünschen sich mehr Beachtung ihres Anliegens, dass es in der Grundschule Rönkhausen an Räumen fehlt. Die Frage am Ende des Briefes lautet: Liebe Kommunalpolitiker, die Schülerzahlen an unserem Standort wachsen kontinuierlich, nur der Platz fehlt, selbst Konzepte sind vorhanden. Werden Sie uns helfen diese anzupacken und umzusetzen? Die Eltern monieren zu wenig Unterstützung vom Schulträger.
Der Schuss geht nach hinten los
„Heutige Unterrichtsformen sollen der individuellen Entwicklung einzelner Schüler Rechnung tragen; bis zu 29 Kinder sind da schon eine Menge Holz... da würde es natürlich ungemein helfen, wenn man Platz hätte, auch mal in örtlich getrennte Lerngruppen ausweichen zu können“, heißt es in dem Brief.

„Hatte man wohl im Vorfeld damit gepokert, man könne vom Recht des Schulträgers Gebrauch machen und mit geschickter Schülerlenkung die Bildung weiterer Klassen verhindern, geht spätestens jetzt der Schuss wieder nach hinten los. (Anmerkung: Schülerlenkung ist der nette Begriff dafür Kinder abzulehnen und an andere Standorte zu verweisen)“, so Dominik Vielhaber.
Optimierungspotential
Der Schulpflegschaftsvorsitzende kritisiert im Namen der Eltern: „Wenn zum Schulstart eine Elterninitiative in die Bresche springen muss, weil der Schulträger sich, trotz mehrfacher Erinnerungen, nicht rechtzeitig gekümmert hat, die Betreuung nicht wie geplant starten kann, man sich obendrein noch mit Platituden und der Bitte um Geduld und Nichteinmischung abspeisen lassen muss, dann bietet dieser „gute und rege“ Austausch zwischen Elternschaft und Schulträger doch offensichtlich noch reichlich Optimierungspotential.“
Lösungsvorschlag: Zwei Eingangsklassen bilden
Fakt sei eindeutig, wenn die Schülerzahlen so bleiben, müsse entweder schon nächstes Jahr der letzte Ganztags- und Betreuungsraum der Schule zu einem Klassenraum umgewandelt werden.

Ein Lösungsvorschlag der Eltern: Bildet man - unter Ausschöpfung der gesetzlichen Möglichkeiten - sofort zwei Eingangsklassen, dann besteht gar keine Gefahr diese trennen zu müssen.

Der komplette Brief ist auf der Facebook-Seite der Elterinitiative veröffentlicht. 
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