Eltern der Grundschüler in Rönkhausen fordern die Umsetzung der Betreuung
Mündliche Nutzungsvereinbarung für das Pfarrheim
- Finnentrop, 20.08.2020
- Von Nicole Voss
Rönkhausen. Die Problematik liegt auf der Hand: An der Grundschule Rönkhausen gibt es für die Betreuung fast doppelt soviele Anmeldungen wie verfügbare Plätze und zu wenig Räume. Das Thema beschäftigt Dominik Vielhaber, Schulpflegschaftsvorsitzender des Grundschulverbundes Lennetal (Bamenohl, Finnentrop, Rönkhausen) und die Eltern nicht erst seit gestern.

Doch es kommt Bewegung ins Spiel. Bei einem Ortstermin mit den heimischen Politikern Walter Sinzig, als Vertreter der SPD-Bundestagsabgeordneten Nezahat Baradari, Bernd Dahlmann, SPD-Ratsmitglied, sowie Gerd Kowalcik (SPD), Vorsitzender im Ausschuss Bildung Soziales und Sport, teilte Letztgenannter mit, dass das gegenüberliegende Pfarrheim für den Offenen Ganztag nutzbar gemacht werden solle. Die Gemeinde Finnentrop denke über einen Kauf des Pfarrheims nach.
Bürgermeister Dietmar Heß erklärte, dass die Anmeldezahlen für die Betreuung im Frühjahr stark angestiegen seien und die Gemeinde zugesagt habe, Möglichkeiten zu finden. Bereits vor Beginn der Ferien haben diesbezüglich Gespräche mit Pfarrer Kinold stattgefunden.
Das Betreuungsangebot muss mit dieser Lösung auf das Pfarrheim und einen Klassenraum in der Schule aufgeteilt werden. Doch da liegt schon die nächste Problematik: Die Prognosen zeigen einen starken Anstieg der Schülerzahlen in den kommenden Jahren. Es sei zu erwarten, dass der Betreuungsraum in der Schule, mit Bildung einer sechsten Klasse bereits im kommenden Jahr wegfällt. Für das Schuljahr 2024/25 sind sieben Klassen prognostiziert. Dann fehle sogar ein Klassenraum in der Schule.



