Eltern der Grundschüler in Rönkhausen fordern die Umsetzung der Betreuung

Mündliche Nutzungsvereinbarung für das Pfarrheim


Topnews
Beim Ortstermin an der Grundschule Rönkhausen diskutierten Dominik Vielhaber (links) und Soraya Esmati mit Walter Sinzig, Gerd Kowalzik und Bernd Dahlmann (von links) über fehlende Räume und die Sicherstellung der Betreuungsangebote. von Nicole Voss
Beim Ortstermin an der Grundschule Rönkhausen diskutierten Dominik Vielhaber (links) und Soraya Esmati mit Walter Sinzig, Gerd Kowalzik und Bernd Dahlmann (von links) über fehlende Räume und die Sicherstellung der Betreuungsangebote. © Nicole Voss

Rönkhausen. Die Problematik liegt auf der Hand: An der Grundschule Rönkhausen gibt es für die Betreuung fast doppelt soviele Anmeldungen wie verfügbare Plätze und zu wenig Räume. Das Thema beschäftigt Dominik Vielhaber, Schulpflegschaftsvorsitzender des Grundschulverbundes Lennetal (Bamenohl, Finnentrop, Rönkhausen) und die Eltern nicht erst seit gestern.


Bei einem Treffen mit Vertretern der Gemeinde Finnentrop wurde den Eltern laut Dominik Vielhaber zugesichert, dass sich bis zu den Sommerferien an der unbefriedigenden Situation etwas ändern solle. Gerade hat das neue Schuljahr begonnen und geändert habe sich laut Dominik Vielhaber nichts. Im Gegenteil: „Wir mussten den Eltern mitteilen, dass sie die Kinder besser zu Hause lassen sollen“, so der Schulpflegschaftsvorsitzende. 

Doch es kommt Bewegung ins Spiel. Bei einem Ortstermin mit den heimischen Politikern Walter Sinzig, als Vertreter der SPD-Bundestagsabgeordneten Nezahat Baradari, Bernd Dahlmann, SPD-Ratsmitglied, sowie Gerd Kowalcik (SPD), Vorsitzender im Ausschuss Bildung Soziales und Sport, teilte Letztgenannter mit, dass das gegenüberliegende Pfarrheim für den Offenen Ganztag nutzbar gemacht werden solle. Die Gemeinde Finnentrop denke über einen Kauf des Pfarrheims nach.
Anmeldezahlen stark angestiegen
Bürgermeister Dietmar Heß, dementierte auf Anfrage unserer Redaktion, Kaufabsichten seitens der Gemeinde und bestätigte stattdessen einen mündlichen Nutzungsvertrag der Räume, der ab sofort Gültigkeit hat. 

Bürgermeister Dietmar Heß erklärte, dass die Anmeldezahlen für die Betreuung im Frühjahr stark angestiegen seien und die Gemeinde zugesagt habe, Möglichkeiten zu finden. Bereits vor Beginn der Ferien haben diesbezüglich Gespräche mit Pfarrer Kinold stattgefunden.
 von Nicole Voss
© Nicole Voss
Die Betreuung im gegenüber liegenden Pfarrheim anzubieten, sei laut Dominik Vielhaber keine Dauerlösung. Die Kinder müssen auf dem Weg zum Pfarrheim die Straße überqueren. Dazu sei zusätzliches Personal nötig. Um die Räume für eine adäquate Betreuung zu nutzen, müssen noch Materialien angeschafft werden. Die Betreuung, die vom DRK-Kreisverband organisiert wird, sei nur in der oberen Etage möglich, da es im Untergeschoss einen Wasserschaden gegeben habe.

Das Betreuungsangebot muss mit dieser Lösung auf das Pfarrheim und einen Klassenraum in der Schule aufgeteilt werden. Doch da liegt schon die nächste Problematik: Die Prognosen zeigen einen starken Anstieg der Schülerzahlen in den kommenden Jahren. Es sei zu erwarten, dass der Betreuungsraum in der Schule, mit Bildung einer sechsten Klasse bereits im kommenden Jahr wegfällt. Für das Schuljahr 2024/25 sind sieben Klassen prognostiziert. Dann fehle sogar ein Klassenraum in der Schule. 
 von Nicole Voss
© Nicole Voss
"Betreuung und Ganztag sind vorher schon nicht mehr realisierbar. Wir möchten, dass endlich die notwendigen Räume geschaffen werden“, bringt Dominik Vielhaber seine Forderung an die Gemeinde Finnentrop im Namen der Eltern auf den Punkt. Abschließend mahnte der Schulpflegschaftsvorsitzende: „Umdenken, statt Umlenken, damit der geschichtsträchtige Ort nicht Geschichte wird.“

 
Artikel teilen: