Drei Jubiläen – ein großes Fest: Heggen feiert
125 Jahre St. Antonius, 100 Jahre Kolping, 40 Jahre Missionskreis
- Finnentrop, 20.09.2026
- Verschiedenes
- Von Chiara Martella
Heggen. Um 10 Uhr läuteten am Sonntag, 20. September, in Heggen die Kirchenglocken und luden zum Pontifikalamt in die St.-Antonius-Kirche ein: Damit wurden die Feierlichkeiten zum Dreifach-Jubiläum - 125 Jahre St. Antonius, 100 Jahre Kolping und 40 Jahre Missionskreis – eröffnet.

Das Pontifikalamt begann pünktlich mit dem feierlichen Einzug von Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz in die gut gefüllte Kirche. Hinter dem Erzbischof zog eine Fahnenabordnung aus dem Dorf mit ein, darunter Kolpingfamilien, die Prinzengarde Heggen, die Feuerwehr Heggen und der Schützenverein Heggen.
Der Erzbischof freute sich besonders über „die festliche Messdiener-Schar“. Die Messdiener hatten für den Anlass extra eine Jubiläumskerze gebastelt und waren sehr zahlreich vertreten. Dr. Udo Markus Bentz betonte, dass dies sein erster Besuch in Heggen sei, und begrüßte die Gäste und anwesenden politischen Vertreter, darunter Bürgermeister Achim Henkel, Landrat Theo Melcher und Landtagsabgeordneter Jochen Ritter.

„Schenkt Kirche Heimat?“, fragte der Erzbischof und beschrieb die Kirche als einen Ort der Zugehörigkeit und Identifikation innerhalb eines Ortes. Kirche „erzählt mehr als die Geschichte der Steine“ und ist „getränkt mit Lebensgeschichten“.
Zum Ende des Gottesdienstes erwähnte er in seinem Segen den Wunsch, dass die „Kirche ein starker und lebendiger Ort bleiben kann“, „die Kolpingfamilie weiter für Zusammenhalt sorgt“ und „der Missionskreis weiterhin den Horizont der Menschen weitet“. Der Erzbischof verabschiedete sich mit der Erinnerung daran, wie viele Kurven doch zwischen Paderborn und Heggen lägen und betonte, dass er sich auf den angeregten Austausch mit den Gläubigen in der Schützenhalle freue.
Der geplante Festzug durch den Ort zur Schützenhalle im Anschluss musste wegen des starken Regens abgesagt werden. Also machte sich die Gesellschaft auf direktem Weg zur Halle. Dort sorgten der Musikzug Heggen für die musikalische Begleitung und die Kolpingfamilie sowie das Showballett Heggen für das leibliche Wohl.

Der Festakt begann mit Begrüßungsworten von Andre Sondermann, dem Vorsitzenden des pastoralen Gremiums Heggen. Er lobte, dass „Kirche und Dorfgemeinschaft eng verbunden sind“.
Anschließend richtete Andreas Niewandt, Vorsitzender der Heggener Kolpingfamilie, das Wort an die Anwesenden und blickte zurück auf deren Gründung. 1926 hatten sich 16 Handwerker entschlossen, einen Gesellenverein zu gründen, der mittlerweile als Kolpingfamilie bekannt ist.


Carolin Nieswandt, Ansprechpartnerin des Missionskreises Heggen, begrüßte Schwester Angelika von den Missionsschwestern zum kostbaren Blute und sprach über die Projekte der Missionen in Sansibar und Tansania. Anschließend gab sie bekannt, dass es bald eine Umbenennung geben würde: Künftig möchte der Missionskreis Heggen als Eine-Welt-Kreis ein moderneres Kapitel einschlagen.
Mit Musik und kabarettistischer Unterstützung von Cilly Alperscheidt und Hettwich vom Himmelsberg wird in Heggen noch bis in den Abend – dann mit einem Dämmerschoppen – gefeiert.




