Dietmar Heß (Finnentrop): „Ohne Empathie ist man als Bürgermeister fehl am Platz“

LP-Serie: Fragen an die Kandidaten


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Dietmar Heß, seit 1997 Bürgermeister in Finnentrop. von privat
Dietmar Heß, seit 1997 Bürgermeister in Finnentrop. © privat

Finnentrop. Im Rahmen der LokalPlus-Wahlberichterstattung stellen wir im Vorfeld der Kommunalwahl alle Kandidaten um das Bürgermeisteramt vor. Alle Bewerber haben einen Fragebogen mit identischen Fragen beantwortet. Heute kommt der Finnentroper Bürgermeister Dietmar Heß (CDU) zu Wort, der ohne Parteiunterstützung aus dem Amt heraus wieder kandidiert.


Coronabedingt ist der Wahlkampf besonders schwierig. Wie erreichen Sie die Bürger und wie funktioniert der Wahlkampf?

Zunächst einmal: die Bürger machen ihre Wahlentscheidung sicher nicht allein von wenigen Wochen Wahlkampf abhängig, sondern von dem Eindruck, den sie über Jahre von der Politik und den handelnden Personen gewonnen haben. Wer glaubt, es in wenigen Wochen „reißen“ zu können, unterschätzt die Wähler.
Tägliches Posting auf Facebook
Trotzdem ist es unter Corona-Bedingungen schwierig, direkte Kontakte aufzunehmen. Aktuelle Werbung geht nur über Medien, die sozialen Netzwerke und Printprodukte. Ich selbst poste z.B. auf meiner facebook-Seite seit dem 19. Juli jeden Tag etwas zu meinen Vorstellungen, wie die Lebensqualität in der Gemeinde Finnentrop im Kleinen wie im Großen weiter entwickelt werden kann.

Welches Thema liegt Ihnen (in Ihrer Kommune) besonders am Herzen und wie wollen Sie es anpacken?

Weiter an der Lebensqualität einer Kommune zu arbeiten, kann man nicht mit einem Thema, dazu gehört ein ganzer Strauß an Themen: weitere Entwicklung der Orte, Klimaschutz, Digitalisierung, Fahrradfreundlichkeit, Wirtschaft, Wohnen und Schule.

So unterschiedlich wie die Themen sind - wichtig sind Begeisterung für die Sache und Leidenschaft in der Umsetzung. Ohne Empathie ist man als Bürgermeister fehl am Platz, schließlich geht es ums Gestalten, nicht ums Verwalten.
 von Symbol Grafik: Sophia Poggel
© Symbol Grafik: Sophia Poggel
Nennen Sie drei Stichpunkte zur politischen Ist-Situation in Ihrer Kommune!

Stabil, sachorientiert, der Zukunft zugewandt

Wen haben Sie als Vorbild (muss nicht nur politisch sein) und warum?

Heiner Geißler (CDU). Er war ein intellektueller und gebildeter Mensch, er war streitbar, wo es notwendig war, hat umgekehrt auch Verdienste als Schlichter erworben und er vertrat glaubwürdig Werte aus der katholischen Soziallehre wie Subsidiarität und Solidarität.

Warum fühlen Sie sich im Kreis Olpe zu Hause bzw. damit verbunden?

In der ganzen Region des Sauerlandes fühle ich mich zuhause – wegen der Landschaft, vor allem aber der Menschen wegen: bodenständig und weltoffen, fleißig, gradlinig, verlässlich.
Zur Person
Wohnort: Heggen
Geburtsdatum: 1955
Familienstand: verheiratet
(erlernter) Beruf: Bürgermeister (Volljurist)
politischer Werdegang: u.a. Kreisvorsitzender JU, stellv. Kreisvorsitzender CDU, Schatzmeister CDU, seit 1997 Bürgermeister der Gemeinde Finnentrop, Vizepräsident des Städte- und Gemeindebundes NRW
Hobbys: Rad- und Skifahren, Wandern, Lesen, Reisen, Brennholz schlagen und aufbereiten
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