Bunte Drachen tanzen am Himmel über Heggen

Flaute hält Großdrachen am Boden


  • Finnentrop, 22.09.2019
  • Von Barbara Sander-Graetz
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    Barbara Sander-Graetz

    Redaktion

Immer wieder versuchten die Drachenflieger, ihre Himmelskörper aufsteigen zu lassen. von Barbara Sander-Graetz
Immer wieder versuchten die Drachenflieger, ihre Himmelskörper aufsteigen zu lassen. © Barbara Sander-Graetz

Heggen. Strahlender Sonnenschein, Temperaturen über 20 Grad und blauer Himmel. Für die 15. Auflage des Drachenfestivals auf dem Franzosenkopf in Heggen fast optimale Bedingungen. Aber nur fast, denn was fehlte, war der Wind.


Am Samstag, 20. September und Sonntag, 21. September, startete das Drachenfestival in Heggen. In diesem Jahr allerdings mit einer Besonderheit. Veranstalter war nicht mehr wie bei allen anderen Festen zuvor Arthur Skibb, der Guru der Drachenflieger. Die Organisation lag erstmals in den Händen von Sven Reinstädler vom Team „The Kiteflyers“.
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Der Wechsel führte im vergangenen Jahr noch zu Unsicherheit, ob das Fest in diesem Jahr stattfinden wird „Doch als ich dem Vorsitzenden des LSC Attendorn/Finnentrop, Charly Lerch, vorgeschlagen habe, Sven als Veranstalter zu nehmen, gab er sofort sein Okay“, erzählt der 74-jährige Arthur Skibb. „Man muss rechtzeitig den Wechsel einleiten und in diesem Jahr helfe ich ihm noch, wo ich kann.“ So übernahm der Gelsenkirchener auch zeitweise die Moderation und natürlich am Samstagabend das Höhenfeuerwerk.
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Sven Reinstädler aus Schalksmühle ist ebenso begeistert von den fliegenden Himmelskörpern wie sein Vorgänger. Seit seinem zwölften Lebensjahr ist der heute 41-Jährige in der Welt der Fluggeräte zuhause, entwirft selber Drachen und baut sie natürlich auch. Die Leidenschaft teilt er mit seiner Familie. Natürlich ist er in der Szene auch gut vernetzt. Das hat er für das heimische Drachenfest natürlich gerne genutzt. „Ich habe in diesem Jahr auch andere Drachenfreunde gewinnen können, die an diesem Wochenende hier sind“, freut sich der Familienvater.
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Aus der Region, ganz Deutschland und natürlich Belgien und den Niederlanden sind die rund 45 Profis der Drachenflugszene gekommen. Doch leider mussten die meisten großen Exemplare am Boden bleiben, da der Wind fehlte. „Manche steigen kurz auf“, erklärt Arthur Skibb, „haben dann aber nicht genügend Auftrieb um in der Luft zu bleiben.“

Doch das hielt die Besucher an beiden Tagen nicht davon ab, sich auf den Weg zum Flugplatz zu machen, oft mit eigenen Drachen im Gepäck. Und wenn auch diese nicht in den blauen Himmel steigen wollten, gab es auf dem großen Spielplatz genügend Abwechslung für die Kinder und natürlich beste Verpflegung durch den Luftsportclub als Hausherr.
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