45 Jahre Moscheegemeinde Finnentrop: Aus Gästen wurde Teil der Gesellschaft
Gemeinsames Fastenbrechen
- Finnentrop, 25.02.2026
- Verschiedenes
- Von Nicole Voss
Finnentrop. Das „Wir“ hat am Dienstag, 24. Februar, im Mittelpunkt des gemeinsamen Fastenbrechens im Finnentroper Moschee- und Kulturzentrum gestanden. Zum Abendessen, das zum sechsten Mal in dieser Form stattfand, hatten sich neben Muslimen auch Vertreter der Politik, Schulen, sozialen Institutionen und Verbänden eingefunden. Dieses Mal fand das Iftar im kleineren Rahmen in der Moschee und nicht in einer der Schützenhallen statt.

Es war ein harmonisches Zusammentreffen bei dem Moderator Metin Aydin in charmanter, erheiternder Art dieses „Wir“-Gefühl auf den Punkt brachte. Die Moschee sei mehr als ein Ort des Betens, hob Aydin hervor. „Hier kommen Menschen zusammen, um Zusammenhalt entstehen zu lassen“, so der Moderator.

Zum Ramadan, in dessen Rahmen das Fastenbrechen öffentlich stattfand, sagte er, dass es eine Zeit des Verzichtens und der inneren Stärke sei. Auch die Gastredner griffen das Motto auf.
Ramazan Olmaz, Vorsitzender des Finnentroper Moscheevereins „FINEM“, erinnerte an das letztjährige Motto: „Jetzt Du“ und betonte: „Das wir brauchen wir. Es verbindet, dann sind Unterschiede keine Bedrohung.“

Olmaz erinnerte daran, dass die erste Moscheegemeinde im Kreis Olpe vor 45 Jahren in Finnentrop entstanden ist. „Da waren wir Gäste, heute sind wir Teil der Gesellschaft. Unser Wunsch ist es, dass der Weg so weitergeht. Danke für die Offenheit und Verbundenheit.“
Landrat Theo Melcher gratulierte der Moscheegemeinde zum 45-jährigen Bestehen und überreichte ein Geschenk.
Bürgermeister Achim Henkel betonte immer für das „Wir“ einzustehen. Ali Bozkurt, Vorsitzender des IGMG-Regionalverbandes Köln, stellte fest, dass die Muslime in der Mitte der Gesellschaft angekommen seien.


Mesud Gülbahar von Hasene international sagte mit Blick auf das Fasten: „Die Schöpfung verbindet und Verantwortung vereint.“ Die Muslime wollen laut Gülbahar ihren Beitrag für den Frieden leisten und Verantwortung gegenüber der Umwelt übernehmen und die wichtige Aufgabe an nachfolgende Generationen weitergeben.
Gemeindereferentin Stephanie Wolf Seara betonte: „Vielfalt entsteht, wenn wir respektvoll miteinander umgehen.“ Im Anschluss an die Grußworte überzeugten sich die Gäste von den Kochkünsten der Frauen der Moscheegemeinde und tauschten sich noch einige Zeit aus.
Der neue Imam Muhammed Ali Demiral sprach das Gebet zum Essen und betonte, dass die Moschee ein Ort der Begegnung sei. Vertrauen entstehe durch persönliche Kontakte. Für Gespräche sei er immer ansprechbar.
