30 Minuten, 30 Tage: „SeppMo“ soll Menschen motivieren und zusammenbringen

Zwei Freunde und 177 Teilnehmer machen Bewegungschallenge


  • Finnentrop, 28.08.2026
  • Sport , Verschiedenes
  • Von Jana Becker
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30 Minuten, 30 Tage – das ist das Motto der „SepptemberMotivation“ (kurz „SeppMo“), einer Bewegungschallenge, die Sebastian Poggel Leonas Mosler aus Rönkhausen ins Leben gerufen haben. von privat
30 Minuten, 30 Tage – das ist das Motto der „SepptemberMotivation“ (kurz „SeppMo“), einer Bewegungschallenge, die Sebastian Poggel Leonas Mosler aus Rönkhausen ins Leben gerufen haben. © privat

Rönkhausen. 30 Minuten, 30 Tage – das ist das Motto der „SepptemberMotivation“ (kurz „SeppMo“), einer Bewegungschallenge, die Sebastian Poggel und Leonas Mosler aus Rönkhausen ins Leben gerufen haben. Wie sie damit ihre Mitmenschen animieren möchten, mehr Sport zu machen und gleichzeitig den Ort vernetzen, erklären die Freunde im Gespräch mit LokalPlus.


Das Prinzip dieser Challenge ist simpel: Jeden Tag im September bewegt man sich für mindestens 30 Minuten. Ob Fußball, Laufen, Tanzen oder Homeworkout – das ist völlig egal. Entstanden ist Idee im Rahmen des Rönkhauser Schützenfestes. „Eine wahre Schnapsidee also“, geben die beiden Freunde lachend zu.

Sebastian und Leonas arbeiten beide in Bürojobs und sitzen täglich viel, versuchen jedoch, sich in ihrer Freizeit sportlich zu betätigen. Als die beiden sich im September 2024 unterhalten, merken sie, dass sie denselben Wunsch haben: „Wir müssen uns mehr bewegen“, erinnert sich Leonas an das Gespräch vor zwei Jahren. Sie entwickeln also den Plan, sich jeden Tag im September 30 Minuten lang zu bewegen.

Von der Schnapsidee zur Challenge

Aus der anfänglichen Schnapsidee zweier Freunde entwickelt sich noch an demselben Wochenende ein konkreter Plan. Denn im Gespräch mit anderen Schützenfestbesuchern stellen Sebastian und Leonas fest, dass es noch viel mehr Rönkhausern so geht wie ihnen. Eine WhatsApp-Gruppe entstand, die nach dem Schützenfestwochenende 150 Mitglieder hatte – alle mit demselben Ziel: 30 Tage, 30 Minuten Bewegung.

Am 1. September beginnen die Gruppenmitglieder, sich darüber auszutauschen, was sie in den 30 Minuten gemacht haben. „Die Rückmeldung hat uns sehr gefreut“, so Leonas. „Und so wurde aus der Schnapsidee eine Challenge“, ergänzt Sebastian.

30 Minuten, 30 Tage – das ist das Motto der „SepptemberMotivation“ (kurz „SeppMo“), einer Bewegungschallenge, die Sebastian Poggel Leonas Mosler aus Rönkhausen ins Leben gerufen haben. von privat
30 Minuten, 30 Tage – das ist das Motto der „SepptemberMotivation“ (kurz „SeppMo“), einer Bewegungschallenge, die Sebastian Poggel Leonas Mosler aus Rönkhausen ins Leben gerufen haben. © privat

Für die Challenge haben Sebastian und Leonas eine WebApp mithilfe von KI entwickelt. Dort können sich die Teilnehmer registrieren und Punkte sammeln. Jeden Tag bekommt man einen Punkt, wenn man sich 30 Minuten bewegt.

Erfüllt man das Ziel mehrere Tage hintereinander, erreicht man einen „Streak“ und bekommt extra Punkte. Bewegt man sich einen Tag nicht, verliert man wieder einen Punkt. Teilnehmer können auch Events veranstalten und sich zum gemeinsamen Bewegen verabreden. Nachweisen muss man seine Aktivität nicht.

„Es geht um den Stolz auf sich selbst und den eigenen Erfolg”
— Sebastian Poggel

Denn: „Letztendlich ist es egal, ob es wirklich passiert“, sagt Leonas. „Die Challenge soll den Menschen helfen. Wenn sie uns betrügen, betrügen sie in erster Linie sich selbst.“

Dabei geht es beim Bestehen der Challenge auch nicht um Pokale oder besondere Preise. „Das ist nicht unser Ansatz. Es geht vielmehr um den Stolz auf sich selbst und den eigenen Erfolg“, erklärt Sebastian.

Neben diesem persönlichen Erfolg hat die Challenge natürlich einen positiven gesundheitlichen Aspekt. Aber es gibt einen weiteren Grund, warum Sebastian und Leonas daran festhalten: Die „SeppMo“ bringt die Bewohner Rönkhausens und die heimischen Vereine zusammen. Es findet ein Austausch statt, Fitnessgeräte werden verschenkt, Kurse von Vereinen besucht, Treffen organisiert. „Das ist der Charakter der „SeppMo“: Menschen, die Lust auf Sport haben und den Ort zusammenbringen.“

Sebastian und Leonas eine WebApp haben mithilfe von KI eine WebApp für ihre Bewegungschallenge entwickelt. Dort können sich die Teilnehmer registrieren und Punkte sammeln. von privat
Sebastian und Leonas eine WebApp haben mithilfe von KI eine WebApp für ihre Bewegungschallenge entwickelt. Dort können sich die Teilnehmer registrieren und Punkte sammeln. © privat

Ihre Challenge findet auch in diesem Jahr wieder Anklang: 177 Anmeldungen verzeichnen die beiden Freunde bereits. Sie sind sich sicher, dass über das bevorstehende Schützenfestwochenende weitere Teilnehmer hinzukommen.

Leonas und Sebastian haben die „SeppMo“ 2024 erfolgreich absolviert. Deshalb wissen sie auch, dass es gar nicht so einfach ist, sich jeden Tag 30 Minuten zu bewegen. „Man muss sich ganz bewusst die Zeit nehmen“, raten die beiden. Sie haben sich vorgenommen, auch in diesem Jahr die Challenge durchzuziehen und sich jeden Tag im September sportlich zu betätigen. Ganz nach dem eigens erdachten Motto: 30 Minuten, 30 Tage.

Die „SeppMo“

Die Abkürzung „SeppMo“ steht einerseits für „SepptemberMotivation“, ist aber zeitglich auch ein Wortspiel aus den Namen der Initiatoren: „Sepp“ (Spitzname von Sebastian Poggel) und „Mo“ (Leonas Mosler).

Die Wahl des Monats September hat im Übrigen praktische Gründe: Das Schützenfest ist vorbei, aber Karneval hat noch nicht begonnen. So können die Feierlichkeiten den Teilnehmern nicht im Weg stehen.

Hier geht's zur WebApp, hier zum Instagram-Account.

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