Warum es auf dem Friedhof Drolshagen jetzt neue Grabformen gibt
Satzung angepasst
- Drolshagen, 19.10.2023
- Verschiedenes
Drolshagen. Für 30 Jahre verpflichten sich Hinterbliebene, wenn sie sich auf dem Friedhof Drolshagen für einen Verstorbenen für ein Einzel- oder Doppelgrab entschieden haben. 30 Jahre sind ein langer, schwer zu überblickender Zeitraum. Das hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass sehr häufig die Variante des sogenannten grünen Grabes gewählt wurde.

„Wir konnten beobachten, dass in den letzten Jahren ganz verstärkt die Grabstätte ohne Gestaltungsmöglichkeit gewählt wurde. Die Tatsache, dass dabei das Ablegen von Blumen und das Aufstellen von Grablichtern für die Angehörigen nicht möglich ist, hat im Nachhinein leider oft zu Enttäuschung und Irritationen geführt“, so die Stellungnahme der Friedhofsverwaltung.




Mit dem Inkrafttreten der neuen Friedhofsatzung hat die Kirchengemeinde auf diese Situation reagiert und bietet auf dem Drolshagener Friedhof neue Grabformen an.
Beim Grab mit Teilpflege übernehmen die Angehörigen die Pflege der Grabstätte in den ersten zehn Jahren, die verbleibende Zeit wird die Grabpflege von der Kirchengemeinde übernommen. Die Grabstätte kann im ersten Abschnitt von den Hinterbliebenen frei gestaltet werden. Auch ein Grabmal oder eine Gedenktafel können errichtet werden. Nach zehn Jahren wird die Grabstätte eingesät. Die Grabstätte bleibt erhalten und ist weiterhin mit Namenskennzeichnung oder auch einer individuellen Gedenktafel versehen.

„Wir hoffen, so einerseits dem Wunsch der Angehörigen nach einer persönlichen Gestaltung der Grabstätte und andererseits der Sorge um eine zu lange Verpflichtung zur Pflege Rechnung zu tragen“, so Thomas Stupperich vom Kirchenvorstand. Das Grab in Teilpflege kann als Doppelgrab oder auch Einzelgrab gewählt werden. Eine Urnenbestattung ist in dieser Grabform nicht möglich.
Doch auch für Urnenbeisetzungen wurde das Angebot erweitert: In Anlehnung an die inzwischen sehr beliebten Friedwaldbestattungen gibt es in Drolshagen nun die Möglichkeit, Urnen im Bereich eines alten Lindenbaumes zu bestatten. Hierfür wurde eigens eine neue Wiesenfläche auf dem Gelände des „Neuen Friedhofs“ hergerichtet.

Nach Ansicht der Kirchengemeinde ist es wünschenswert, dass auch die ursprünglichen Grabformen weiterhin genutzt werden, damit die traditionelle Friedhofskultur erhalten bleibt. Wer sich genauer über die neuen Grabformen informieren möchte, ist zu einer Informationsveranstaltung am Mittwoch, 8. November, 19 Uhr, im Clemens-Haus in Drolshagen eingeladen.
