Treffen in Hützemert: „Bauen mit Holz“ zu Stärke Südwestfalens entwickeln
REGIONALE 2025
- Drolshagen, 23.10.2019
Hützemert/Kreis Olpe. „Bauen mit Holz“ soll ein stärkeres Gewicht in Südwestfalen bekommen. Die Region könne hier modellhaft vorangehen, stellten Akteure aus Südwestfalen bei einem Workshop der Südwestfalen Agentur und der EnergieAgentur.NRW in Hützemert heraus. Bei dem erneuten Treffen im Rahmen der REGIONALE 2025 ging es um das Bündeln von Kompetenzen und Vernetzungen mit dem Land NRW.

Anknüpfen will die Region bei den Kompetenzen starker Partner. Die Holz- und Forstwirtschaft Südwestfalens bildet die komplette Wertschöpfungskette ab: vom Baum im Wald bis hin zum fertigen Möbelstück. Die Gebäudetechnik Südwestfalens ist europaweit spitze und könnte den smarten Aspekt für modernes Wohnen einbringen und mit der Charta zur Sauerland Baukultur gibt es bereits einen konkreten Ansatz für ein interdisziplinäres Akteurs-Netzwerk mit einem gemeinsamen Verständnis von Baukultur und prägenden Materialen der Region.

Die Stadt Arnsberg engagiert sich seit längerem in dem Thema „Baukultur“, wie Stadtplaner Klaus Fröhlich ausführte. Arnsberg hat eine umfassende Bau- und Gestaltungsberatung für Bauvorhaben installiert, einen Beirat für Stadtgestaltung, eine eigene Baukultur-App und mit www.baukultur-arnsberg.de eine Webseite, die über gelungene Baukultur und gute Beispiele informiert - darunter auch „Bauen mit Holz“ als ein Kernaspekt.
„Wir kriegen aber nur dann mehr Holzbau, wenn wir Investoren und kommunale Entscheidungsträger davon überzeugen.“ Das modellhafte Vorgehen Südwestfalens könnte die landesweite Initiative „proHolz NRW“ unterstützen. Ziel der Initiative des Landes NRW ist es, die verschiedenen Facetten der Holzbranche den Bürgerinnen und Bürgern näherzubringen. Über das weitere Vorgehen stimmen sich Umweltministerium und die Region Südwestfalen in den kommenden Wochen ab.
Vier Bausteine werden zudem mit weiteren Partnern wie Handwerkern, Kommunen und Brandschutzbeauftragten diskutiert und anschließend weiter ausgearbeitet, um Impulse für Projektideen zu „Bauen mit Holz“ in der REGIONALE 2025 zu forcieren. „Das ist ein offener Prozess, die vier Bausteine unser gemeinsamer Aufschlag“, sagte Hubertus Winterberg nach dem Workshop. „Wir haben 'Baukultur und Architektur' als einen Block für Südwestfalen identifiziert, wir brauchen Modellorte, um das Thema greifbar zu machen, wollen neue Wertschöpfungsketten über Kooperationen und Innovationen und wir benötigen eine Art Transferwerkstatt, um das gegenseitige und gemeinsame Lernen zu etablieren.“ Im Frühjahr 2020 ist ein weiteres Treffen geplant.
