Stadtbad Drolshagen: Inbetriebnahme wird sehr viel teurer als erwartet

Stadtverordnetenversammlung tagt


  • Drolshagen, 24.02.2026
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Das Stadtbad in Drolshagen von Rüdiger Kahlke
Das Stadtbad in Drolshagen © Rüdiger Kahlke

Drolshagen. Wie geht es mit dem derzeit geschlossenen Stadtbad in Drolshagen weiter? Ist eine vorläufige Wiederinbetriebnahme sinnvoll und finanziell machbar? Und was kostet der gegenwärtige Standby-Betrieb des geschlossenen Bades? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung am Donnerstag, 26. Februar, 17 Uhr, im Musiksaal des Alten Klosters.


Antworten auf die Fragen liefern die Sitzungsvorlagen der Verwaltung. So kostet das geschlossene Bad die Stadt derzeit täglich knapp 550 Euro, monatlich also etwa 16.500 Euro. Allein wegen dieser Kosten wird das Thema schon in dieser Woche diskutiert, denn, so heißt es in der Beschlussvorlage: „Die Höhe der aktuell laufend ohne Schwimmbetrieb entstehenden Kosten erlaubt nicht, eine Entscheidung bis zur nächsten regulären Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 19.März aufzuschieben.“

Kein Beschlussvorschlag

Einen Beschlussvorschlag der Verwaltung enthält die Vorlage übrigens nicht. Die Situation ist prekär, denn der angepeilte Weiterbetrieb des Stadtbades bis zur umfassenden Sanierung wird die Stadt sehr viel teurer kommen als bisher vermutet.

Dazu heißt es: „Bereits jetzt steht fest, dass ohne die Erneuerung des Daches, der Attika und der Fassade sowie weitere umfangreiche Arbeiten die angestrebte Wiederaufnahme des Schwimmbetriebes vor einer grundlegenden Sanierung nicht möglich sein wird. Solche Maßnahmen wären kurzfristig ohne Förderung durchzuführen und zum Teil durch die nachfolgende umfassende Sanierung wieder rückzubauen, also verloren.“

Dachsanierung alternativlos

Die bisherigen Untersuchungen haben gezeigt: Eine komplette Dachsanierung ist vor einer Wiedereröffnung alternativlos. Die Kosten dafür werden auf 705.000 Euro geschätzt. Insgesamt müsste die Stadt nach jetzigem Stand knapp 825.000 Euro investieren, um das Bad vorübergehend wieder in Betrieb nehmen zu können. Ob dieses Geld tatsächlich in die Hand genommen wird, müssen die Stadtverordneten am Donnerstag entscheiden.

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