Schlüsseldienstmitarbeiter nutzt Notlage aus
- Drolshagen, 27.08.2018
Drolshagen. Ein 20-Jähriger hatte sich am Sonntagnachmittag, 26. August, ausgesperrt. Daraufhin rief er einen Schlüsseldienst. Der Monteur nutzte die Situation aus und veranschlagte einen anderen Preis als verhandelt.
Auf Nachfrage wurde ein zu erwartender Kostenrahmen von etwa 100 Euro genannt. Gegen 16 Uhr erschien dann auch der Mitarbeiter des Schlüsseldienstes mit einem Pkw mit Zulassung in Düsseldorf. Dieser bestand nun darauf, dass der junge Mann einen Vertrag abzeichnete, wonach für die Anfahrt und die Arbeitskosten insgesamt 229 Euro fällig seien.
Der junge Mann war nicht in der Lage, diesen Betrag in bar zu bezahlen. Gemeinsam suchte man eine nahegelegene Bankfiliale auf und insgesamt konnte er so 372 Euro aufbringen. Danach fuhr der Monteur davon und händigte noch nicht einmal eine Rechnung oder Quittung aus. Später erstattete der Geschädigte eine Strafanzeige wegen der weit überhöhten Forderung, die den Tatbestand des Wuchers erfüllen dürfte.