Kein Platz für Flüchtlinge mehr - Drolshagen plant weiteren Container
Stadrat entscheidet
- Drolshagen, 17.10.2023
- Politik
- Von Wolfgang Schneider
Drolshagen. Die Unterbringung von Flüchtlingen stellt die Stadt Drolshagen vor große Herausforderungen. Um die Menschen unterzubringen, war erst im September der Bau eines Übergangswohnheims in Hützemert beschlossen worden. Jetzt ist eine weitere Wohncontaineranlage in Planung. Das Thema ist am Montag, 23. Oktober, Thema im Stadtrat.

Zurzeit bringt die Stadt Drolshagen bringt mehr als 240 Personen (ohne die ca. 120 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine) unter, die als Asylsuchende, Geduldete oder anerkannte Asylbewerber in Drolshagen aufhalten . Diese Menschen sind in zahlreichen von der Stadt Drolshagen angemieteten Wohnungen und Wohnhäusern, in den Gemeinschaftsunterkünften „Alte Schule“ und „ehemaliges Jugendhaus“ in Bleche sowie in den Wohncontaineranlagen „In der Wünne“ und auf dem Festplatz „Lohmühle“ in Drolshagen.

Die in der Stadt vorhandenen Gemeinschaftsunterkünfte sind, obwohl die Kapazitäten durch zwei zusätzlich installierte Wohncontaineranlagen auf dem Festplatz Lohmühle erhöht wurden, vollständig belegt. Gleiches gilt für die auf dem privaten Wohnungsmarkt angemieteten Wohnungen und Wohnhäuser.



„Die zunehmende Zuwanderung geflüchteter Personen verschiedenster Nationalitäten nach Deutschland führt zu erhöhten Zuweisungen an die Stadt Drolshagen. Seit Sommer liegen die Zuweisungen bei rund fünf bis sechs Personen pro Woche; von mindestens einer solchen Dimension ist auch für die kommenden Wochen und Monate auszugehen“, heißt es in der Sitzungsvorlage der Verwaltung.

Das Übergangswohnheim „Wünne“ ist im Bau und wird voraussichtlich ab Dezember weitere 30 Plätze bieten. Doch auch das wird nicht reichen. Der im September vom Rat beschlossene Bau eines Übergangswohnheimes in Hützemert ist noch am Anfang der Planungsphase. Das Heim bringt keine kurzfristige Entlastung, sondern wird erst mittelfristig bezugsfertig sein.
Weil der Bedarf besteht, „schnellstmöglich weitere Unterbringungskapazitäten in der Stadt Drolshagen zu errichten“, schlägt die Verwaltung vor, auf dem städtischen Grundstück an der Ecke Am Eiskeller/In der Wünne ein weiteres Übergangswohnheim für bis zu 40 Flüchtlinge zu bauen. Es soll als zweigeschossige Wohncontaineranlage auf Mietbasis aufgebaut werden und zunächst für zwei Jahren betrieben werden. Eine Verlängerung der Mietzeit um bis zu weitere drei Jahre ist möglich.
