Heinz Joachim Sack beleuchtet Geschichte des St.-Gerhardus-Krankenhauses

160-seitiges Buch


Postkarte des St.-Gerhardus-Hospitals. Das Wort „Erholungsheim“ lässt darauf schließen, dass diese Karte aus den 1960er-Jahren stammen muss. von privat
Postkarte des St.-Gerhardus-Hospitals. Das Wort „Erholungsheim“ lässt darauf schließen, dass diese Karte aus den 1960er-Jahren stammen muss. © privat

Drolshagen. Unter dem Titel „Die Entstehung des St.-Gerhardus-Krankenhauses und seine wechselvolle Geschichte“ hat Heinz Joachim Sack ein 160-seitiges Buch verfasst, das durch eine Anregung in der Drolshagener Geschichtswerkstatt entstand. Neben der geschichtlichen Entwicklung werden auch die verschiedenen Bauphasen seit 1890 über 125 Jahre beleuchtet.


Das Krankenhaus war besonders während und nach den beiden Weltkriegen belastet. Das belegen Aufzeichnungen und Abbildungen, die auch im Buch aufgeführt werden. Ebenso enthalten sind etwa 120 Bilder aus der Historie sowie der Neuzeit.

Tragende Pfeiler

Heinz Joachim Sack berichtet ausführlich über einige Personen, die untrennbar mit der Geschichte des Krankenhauses in Verbindung stehen. So setzte Pfarrer und Dechant Gerhard Fischer, Namensgeber des Hospitals, seine Idee zum Bau trotz großer Widerstände durch.

Mutter Maria Theresia Bonzel mit verwandtschaftlichen Beziehungen zu Drolshagen, entschied 1895 als Oberin der Armen Franziskanerinnen, dass das Krankenhaus in Drolshagen von den Schwestern übernommen und geführt werden sollte.

Verwundete Soldaten im St.-Gerhardus-Krankenhaus, u.a. Franz Dransfeld. von privat
Verwundete Soldaten im St.-Gerhardus-Krankenhaus, u.a. Franz Dransfeld. © privat

Auch der Hausgeistliche Pater Wilhelm Kruse sowie Schwester Huberta, die „gute Seele“ des Hauses, bleiben in Drolshagen unvergessen. Letztere wurde aufgrund ihrer großen Verdienste das Ehrenbürgerrecht der Stadt verliehen.

Aber auch die praktizierenden Ärzte mit Anstellungsverträgen finden Erwähnung. Ebenso die landwirtschaftlichen Helferinnen wie Pauline Junker.

Situation im Krieg

In Bezug auf die Kriegsjahre führt der Autor den Nachweis, dass die im St.-Gerhardus-Haus untergebrachten epileptisch Kranken im Jahre 1943 auf staatliche Anordnung nach Marsberg verbracht wurden, da ein Militärlazarett von Attendorn nach Drolshagen verlegt wurde.

Aber auch die ebenfalls im Haus anwesenden anderen behinderten Menschen und jüdischen Mitbürger wurden vom Schwesternkonvent geschützt. Das belegt ein Meldebogen aus dem Jahre 1940, der an die Militärbehörde in Berlin gesendet werden musste.

Bestellungen beim Autor

Das Buch wird in etwa sechs Wochen erscheinen. Bestellungen können innerhalb der nächsten Woche per Mail an joachim-drolshagen@web.de oder persönlich beim Autor vorgenommen werden. Gedruckt wird die Anzahl der Exemplare, die vorbestellt sind. Ein öffentlicher Verkauf findet nicht statt.

Artikel teilen: