Entwicklungskonzept: Drolshagener Zentrum soll attraktiver werden

Weichenstellung für zehn Jahre


  • Drolshagen, 24.03.2023
  • Politik
  • Von Rüdiger Kahlke
    Profilfoto Rüdiger Kahlke

    Rüdiger Kahlke

    Redaktion


    E-Mail schreiben
Topnews
Im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes soll die Attraktivität des Drolshagener Stadtkerns gesteigert werden. von Thomas Fiebiger
Im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes soll die Attraktivität des Drolshagener Stadtkerns gesteigert werden. © Thomas Fiebiger

Drolshagen. 39 Maßnahmen sollen das Zentrum der Stadt Drolshagen attraktiver machen, den Stadtpark aufwerten und Wegeverbindungen optimieren. Zusammengefasst sind sie im Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK). Carsten Schäfer, Geschäftsführer der Planungsgruppe Stadtbüro aus Dortmund, stellte den Stadtverordneten am Donnerstag, 23. März, den ISEK-Stand vor.


Begonnen hatten die Arbeiten an dem Entwicklungskonzept vor einem Jahr. Es soll den Rahmen für die Stadtentwicklung in den nächsten acht bis zehn Jahren abstecken. Zudem gilt es als Grundlage für die Bewilligung von Fördermitteln im Bereich Stadtentwicklung/Städtebau, aber erleichtere auch Zugang zu anderen Förderprogrammen, so Schäfer.

Bei dem ISEK-Konzept werden „alle Aspekte der Stadtentwicklung berücksichtigt“. Dazu gehören bürgerschaftliches Engagement, Stadtteil- oder Quartiersmanagement, Aufwertung von Wohnquartieren und öffentlichem Raum, Imagepflege, aber auch Hilfen für Handel und Gastronomie oder Hausbesitzer. Der Entwurf wurde in Zusammenarbeit mit der Verwaltung und unter Beteiligung der Bürgerschaft erarbeitet.

Neue Wohnflächen im Kerngebiet

13 Maßnahmen sind für das historische Zentrum der Stadt aufgelistet. Sie konzentrieren sich auf den Markt, den Bereich um die St. Clemens-Kirche, die Fläche der alten Schule/Altes Kloster und das Rathaus. Ziel ist es auch, die Hagener Straße vom Lkw-Verkehr zu entlasten und „Fußgängerverkehr eine höhere Priorität zu geben“. Am alten Bahndamm wie auch auf dem Areal der alten Schule könnten neue Wohnflächen entstehen. Schäfer sprach von „Potenzialflächen für seniorengerechtes Wohnen“.

Für den Stadtpark und das Festgelände sieht das Konzept ebenfalls eine Aufwertung vor. Hier kommt dem Radweg Benolpe besondere Bedeutung zu. Bestehende Wegeverbindungen möchten die Planer durch Begrünung oder Kunst im öffentlichen Raum aufwerten und optimieren.

Abstimmung mit Bezirksregierung

Das ISEK-Konzept soll noch mit der Bezirksregierung als Fördergeber abgestimmt und im Sommer von den Stadtverordneten verabschiedet werden. Bis Ende September muss es der Bezirksregierung vorliegen, um für den nächsten Förderzeitraum berücksichtigt werden zu können.

Bürgermeister Ulrich Berghof lobte die „detaillierte Darstellung“ und die Umsicht der Planer. Er wies aber auch darauf hin, dass sich die Stadt sicher nicht alles, was wünschenswert sei, werde leisten können. Carsten Schäfer räumte ein, dass sicher nicht alles finanzierbar sei. Durch das Bündel an Maßnahmen habe man aber Spielraum, sich den Gegebenheiten anzupassen. Letztlich, das wurde auch betont, entscheidet die Politik über die Umsetzung jeder einzelnen Maßnahme.

Artikel teilen: