Drolshagen: Heimatpreis für Bücherstube, Dorfgemeinschaft und Gedenkstätte
Große Resonanz zum Auftakt
- Drolshagen, 29.03.2023
- Verschiedenes
- Von Rüdiger Kahlke
Drolshagen. Die Auslobung des Heimatpreises war in Drolshagen auf Anhieb ein Hit. Im Mai 2022 erstmals ausgeschrieben, gab es elf Bewerbungen. Die drei Gewinner hat Bürgermeister Ulrich Berghof am Dienstagabend, 28. März, in der Scheunenwirtschaft „Op’m Stupper“ geehrt.

Die 5.000 Euro gingen, gestückelt, an die Buchstube Heinrich Bone im Heimathaus (2.500 Euro), die Dorfgemeinschaft Heimicke (1.500 Euro) und die St. Josef Schützenbruderschaft Berlinghausen (1000 Euro).

Zuvor hatte Berghof auf Bedeutung und den Sinn des Preises hingewiesen. Die Mittel, 5.000 Euro für Kommunen, stellt das Land seit 2018 im Zuge der Heimatförderung zur Verfügung. Ausgezeichnet werden sollen Projekte, die lokales Engagement fördern oder in den Fokus rücken, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt oder das Kultur- und Gesichtsbewusstsein fördern, die Attraktivität des Ortes steigern oder als außerschulische Bildungsmaßnahme geeignet sind.
Vor allem: Die Projekte müssen sich in der Praxis bewährt haben, „erlebbar und nutzbar sein“. Die Entscheidungen für die drei Preisträger seien im Ausschuss „Bildung, Soziales, Kultur und Sport“ einstimmig gefallen, so Berghof.

Er habe sich „sehr gefreut“, dass gleich bei der ersten Ausschreibung elf Bewerbungen eingegangen sein. Die Palette der Vorschläge umfasste etwa die Förderung einer CO2-gesteuerten Lüftungsanlage für einen Dorftreff, geschichtlichen Forschungen zu Straßennahmen, eine Obstbaum-Pflanzaktion, ein Sportplatz-Projekt, Nachwuchsgewinnung für die Feuerwehr, die Listung und Instandhaltung von Ruhebänken um einen Ortsteil oder ein Traditionsfest.
Bastian Lücking nahm den 3. Preis für die Sanierung einer Gedenkstätte in Berlinghausen entgegen. Mit dem Preisgeld, so informierte Andreas Wigger, konnte man die Finanzierungslücke schließen. Ulrich Berghof wies darauf hin, dass es nicht darum gehe, Heldenverehrung zu betreiben. Die Gefallenen der Kriege seien Opfer. An sie zu erinnern sei „eine richtige Maßannahme“.
Lob des Bürgermeisters gab es auch für Aktivitäten der Dorfgemeinschaft. Es sei toll, wie ein so kleines Dorf „strukturiert daran geht“, Gemeinschaftsinn zu fördern. Mit Aktionen wie „Heimicke trifft sich“, „Heimicke aktiv“ oder „Heimicke gratuliert“, schaffe man Möglichkeiten, sich auszutauschen und gemeinsam etwas zu unternehmen, erläuterte Alfons Wigger.
Simone Stachelscheid, Leiterin der Bücherstube, stellte das breite Angebot an Medien und Aktivitäten vor, das sie mit dem 15-köpfigen Team auf die Beine stellt. Das Preisgeld soll für Neuanschaffungen im Zuge der Erweiterung der Bücherstube eingesetzt werden. Dafür braucht es neues Inventar, „um noch attraktiver zu werden.“
Ulrich Berghof bedankte sich für die Arbeit des Teams und den Service, den die Stadt selbst nicht stemmen könne.
Wer leer ausgegangen ist, kann sich in der nächsten Runde bewerben. Die Stadtverordneten haben den Bürgermeister unisono beauftragt, auch für 2023 Fördermittel zu beantragen, damit der Heimatpreis erneut ausgeschrieben werden kann.
