Bund vergibt Fördermittel – Stadtbad Drolshagen wieder nicht berücksichtigt

Neue Gespräche mit Fraktionen


  • Drolshagen, 25.09.2026
  • Politik
  • Von Rüdiger Kahlke
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Archivfoto: Unter dem Motto „Kommunen am Limit“ machten am Drolshagener Stadtbad Bürgermeister Ulrich Berghof und zahlreiche Ratsmitglieder auf die schlechte finanzielle Situation der Stadt aufmerksam. von Wolfgang Schneider
Archivfoto: Unter dem Motto „Kommunen am Limit“ machten am Drolshagener Stadtbad Bürgermeister Ulrich Berghof und zahlreiche Ratsmitglieder auf die schlechte finanzielle Situation der Stadt aufmerksam. © Wolfgang Schneider

Drolshagen. In Sachen Stadtbad-Sanierung müssen Politik und Verwaltung neu nachdenken. Auch in der zweiten Vergaberunde der Fördermittel aus dem Programm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ ging Drolshagen leer aus. Über die Entscheidung des Haushaltsausschusses des Bundestages informierte die Verwaltung am Donnerstag, 24. September die Stadtverordneten.


250 Millionen Euro stehen im Bundeshaushalt bereit, um den Sanierungsstau bei kommunalen Schwimmbädern aufzulösen. Fast 200 Projekte werden bezuschusst. Man werde, so Kämmerer Rainer Lange auf Nachfrage, zeitnah das Gespräch mit den Fraktionsvorsitzenden suchen.

Dann dürfte es darum gehen, wie weiter zu verfahren ist. Die Stadt ist dabei an den Ratsbürgerentscheid von September 2025 gebunden. Das Votum war eindeutig: das Bad sollte über das Jahresende 2025 hinaus Bestand haben.

Neue Förderrunde ab Oktober

Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hatte die Verwaltung schon eine Woche zuvor eine Förderung aus Städtebaumitteln ins Gespräch gebracht. In einer Pressemitteilung zu den jüngsten Förderzusagen weist das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen aber auch darauf hin, dass für Ende Oktober „die Veröffentlichung eines weiteren Projektaufrufs“ vorgesehen sei.

Städte, Gemeinden und Landkreise können sich dabei erneut mit geeigneten Projekten bewerben. 333 Millionen Euro stehen dann zur Verfügung. Für Bürgermeister Ulrich Berghof ist die Frage: „Bewerben wir uns um eine dritte Tranche?“.

Andere Fördertöpfe?

Alternativ verweist er auf die Landesförderung oder Mittel aus der Städtebauförderung. Hier müssten die Stadtverordneten „den Daumen heben oder senken.“ Um an diese Mittel zu kommen, müsste ein kleinräumiges „Sanierungsgebiet“ mit einem Entwicklungskonzept eingerichtet werden.

„Es müssen mindestens drei Maßnahmen im Rahmen des Fördergebietes geplant und durchgeführt werden, z.B. Stadtbad, Schule, Sport- und Freizeitfläche. Förderfähig sind alle Maßnahmen, die einer Gemeinbedarfsnutzung entsprechen würden.“, hatte die Verwaltung schon im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt dargelegt. Entsprechende Maßnahmen ließen sich finden.

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