Aus einem Grab entstehen zwei neue Orte der Erinnerung in Hützemert
Zu Ehren von Familie Huhn
- Drolshagen, 15.09.2026
- Verschiedenes
Hützemert. Das Grab von Heinrich Huhn, Gründer des für den Ort bedeutenden Unternehmens „Heinrich Huhn Hützemert“, und seiner Frau Sophie ist kürzlich auf dem Drolshagener Friedhof aufgelassen worden. Daraus entstand die Idee, zwei ganz besondere Orte der Erinnerung für das Dorf Hützemert zu schaffen.

Zwei Findlinge zierten das Grab. Auf dem einen standen die Namen von Sophie und Heinrich Huhn, auf dem anderen die Namen von Kurt, einem der Söhne Heinrichs, und Helene Huhn. In der Mitte des Grabes stand ein Holzkreuz des Hützemerter Holzschnitzers Josef Stein.

Roland Huhn, Sohn von Kurt, hatte nun eine Idee: Warum die beiden Findlinge und das Kreuz auf dem Müll entsorgen? Denn diese sind eigentlich zu wertvoll dafür.
Zusammen mit dem Heimatverein für das Drolshagener Land wurde der Findling von Heinrich und Sophie Huhn also in Hützemert neben den Radweg zum Hützemerter Tunnel gelegt, daneben das Kreuz aufgestellt. Steht man davor, schaut man im Hintergrund auf die Fabrik Huhn, wenn die Bäume kein Laub tragen. Den Stein mit den Namen Kurt und Helene Huhn findet man jetzt „In der Hützenau“ unterhalb der Auffahrt zum ehemaligen Wohnhaus der Familie Kurt Huhn.

Neben diesen Findlingen hat der Heimatverein jeweils ein erklärendes Schild auf einem fest einbetonierten Edelstahlrohr angebracht. Sie tragen die Überschrift „Erinnerungs-Orte im Drolshagener Land“ und beinhalten neben einem Foto des früheren Grabes und kurzen Texten einen QR-Code. Dieser führt auf eine Internetseite mit Hintergrundinformationen.
Beim Stein am Radweg ist die Lebens- und Unternehmensgeschichte von Heinrich Huhn beschrieben. Beim Stein In der Hützenau geht es um den Architekten, der nach dem Krieg das große, mehr oder weniger im Wald versteckte Haus Kurt Huhn erbaut hat: Siegfried Einenkel.

Die beiden Hützemerter Schilder sind nun als Vorbilder zu besichtigen. Vielleicht gibt es im Drolshagener Land Menschen, die sich ein solches Schild an einem weiteren „Erinnerungs-Ort im Drolshagener Land“ vorstellen können. Interessierte mit neuen Ideen können sich per E-Mail (mail@heimatverein-drolshagen.de) an Dr. Stephan Schlösser, den Vorsitzenden des Heimatvereins, wenden.
