Zwischen Messeständen und Zukunftsplänen: Die Ausbildungsbörse Plettenberg
Am Donnerstag, 28. Mai, noch bis 15 Uhr geöffnet
- Aus der Region, 28.05.2026
- Wirtschaft
- Von Claudia Wichtmann
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Plettenberg. Schülergruppen, ausgestattet mit Stift und Papier, ziehen am Mittwoch und Donnerstag, 27. und 28. Mai, durch die Schützenhalle in Plettenberg. Sie sind Besucher der 19. Ausbildungsmesse Plettenberg und nutzen die Gelegenheit zum Austausch, zur Orientierung und um ein Stück Zukunft konkreter zu machen.
Noch bis heute (Donnerstag, 28. Mai) um 15 Uhr präsentieren sich insgesamt 62 Unternehmen und Einrichtungen aus unterschiedlichsten Bereichen. Vertreten sind unter anderem Polizei, Pflege, Handwerk, Industrie und Wirtschaft – dazu zahlreiche weitere Berufsgruppen und Ausbildungswege.
Organisiert wird die Messe von Plettenberger KulTour. „Wir achten auf Vielfalt und darauf, so viele Berufswege wie möglich zu präsentieren. Wer etwas sucht, wird bei uns fündig“, sagt Sylvia Eick, Geschäftsführerin von Plettenberger KulTour.
Rund 400 Schüler von den Schulen in Plettenberg und der Hanseschule Attendorn waren allein am Donnerstagvormittag da. Bereits gestern besuchten etwa 100 Interessierte die Messe, weitere werden am heutigen Donnerstag am Nachmittag noch erwartet.
An vielen Ständen entstehen intensive Gespräche. Schüler fragen nach Praktika, Ausbildungsabläufen oder Karrierewegen. Manche entdecken Berufe, von denen sie vorher kaum etwas wussten. Andere nutzen die Gelegenheit, erste Kontakte zu knüpfen oder Unsicherheiten abzubauen.
Echte Gespräche stehen hier im Mittelpunkt. Unternehmen merken schnell, wer interessiert ist – und Jugendliche bekommen ein Gefühl dafür, welche Berufe zu ihnen passen könnten. Auch für die Firmen wird die Veranstaltung immer wichtiger. Die Nachfrage nach Standplätzen wächst kontinuierlich. „Wir arbeiten inzwischen mit einer Warteliste“, erzählt Sylvia Eick. „Auf die kann man sich gerne setzen lassen. Manchmal ergibt sich noch was.“
Die Börse sei längst mehr als eine klassische Ausbildungsmesse. „Die Ausbildungsbörse ist eine gute Plattform für Schüler und Unternehmen. Hier können alle netzwerken und sich austauschen, auch die Firmen untereinander“, sagt Sylvia Eick.
Dabei richtet sich die Veranstaltung nicht nur an Schulabgänger. Willkommen sind auch ältere Interessierte, die noch auf der Suche nach einer Ausbildung sind oder sich beruflich neu orientieren möchten. Wer sich noch nicht festlegen will, kann häufig zunächst ein Praktikum vereinbaren. Praktikumsplätze bieten nach Angaben der Veranstalter nahezu alle teilnehmenden Unternehmen an.
Die Ausbildungsbörse in Plettenberg gilt als einer der Vorreiter – seit 19 Jahren bringt die Messe Jugendliche und Unternehmen zusammen. Seit vergangenem Jahr ist die Messebroschüre digital verfügbar, lediglich ein kleiner Messeplan wird noch gedruckt ausgegeben.
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Und die Veranstaltung schreibt ihre eigenen Erfolgsgeschichten. Sylvia Eick berichtet von einem Handwerksbetrieb, der im vergangenen Jahr zwei Auszubildende über die Messe kennengelernt und inzwischen fest ins Team übernommen hat. Heute stehen auf der Ausbildungsbörse teilweise Mitarbeiter an den Ständen, die selbst einmal als Schüler durch die Hallen gelaufen sind.
Wichtig ist den Veranstaltern vor allem eins: Die Hemmschwelle soll bewusst niedrig bleiben. Jeder könne spontan vorbeischauen, Fragen stellen und Kontakte knüpfen, betont Sylvia Eick: „Keine Scheu, einfach vorbeikommen!“