Zoll beendet illegalen Aufenthalt und illegale Beschäftigung
In zehn Fällen
- Aus der Region, 21.11.2023
- Blaulicht
Siegen. Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Dortmund haben am Donnerstag, 16. November, eine Firma für die Montage von Photovoltaikanlagen und deren angeblichen Subunternehmer aus Polen überprüft.


Am Betriebssitz des Unternehmens in Siegen trafen die Beamten laut einer Pressemitteilung des Zolls insgesamt zwanzig Personen an, die überwiegend damit beschäftigt waren, die Firmentransporter zu beladen, um damit auf Baustellen zu fahren.
Bei der Befragung der Arbeitnehmer wurden die Papiere eingesehen und der aufenthaltsrechtliche Status überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass ein Teil der Arbeiter über eine polnische Firma angestellt war und nur einen gültigen Aufenthaltstitel für Polen besaß.

Dieser berechtigt laut Zoll aber nicht zum Aufenthalt und zur Erwerbstätigkeit in Deutschland. Aus diesem Grund leiteten die Beamten Strafverfahren gegen fünf kasachische und fünf moldawische Staatsangehörige im Alter von 19 bis 43 Jahren ein. Nach Vernehmung der Beschuldigten überstellten die Einsatzkräfte diese der Ausländerbehörde der Stadt Siegen. Die zehn Personen müssen Deutschland nun in Kürze verlassen.
Weiteres Ärger droht dem Siegener Unternehmer. Ihm werden unter anderem Straftaten wie das Einschleusen von Ausländern und die illegale Beschäftigung von mehr als fünf Ausländern gleichzeitig vorgeworfen.

Wie der Zoll bei seiner Prüfung nach eigenen Angaben feststellte, wurden die Arbeitnehmer von der polnischen Firma unter fragwürdigen Arbeitsbedingungen illegal entliehen.

Bei einer Durchsuchung der Siegener Firma beschlagnahmten die Zollbeamten Beweismittel, die weiteren Aufschluss über die genauen Zusammenhänge geben sollen. Die diesbezüglichen Ermittlungen des Zolls dauern an.




Bei der deutschen Geschäftsführerin der polnischen Firma handelt es sich um die Ehefrau des inländischen Firmeninhabers. Sie ist zugleich bei ihm abhängig beschäftigt. Auch gegen sie wird strafrechtlich ermittelt wegen Einschleusens von Ausländern, Beihilfe zur Beitragsvorenthaltung und illegaler Arbeitnehmerüberlassung.
