Update: Kanute kentert auf der Lenne und stirbt

Boot und Hund weiter vermisst


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Die Berufsfeuerwehr Iserlohn war mit dem Rüstzug sowie einem Mehrzweckfahrzeug und einem Rettungsboot im Einsatz. von Feuerwehr Iserlohn
Die Berufsfeuerwehr Iserlohn war mit dem Rüstzug sowie einem Mehrzweckfahrzeug und einem Rettungsboot im Einsatz. © Feuerwehr Iserlohn

Altena/Iserlohn. Zwei Männer sind am Sonntag, 5. Februar, mit einem Kanu gekentert, nachdem sie am Finanzamt in Altena ins Wasser gegangen waren. Ein 27-Jähriger starb; ein Hund wird noch vermisst.


Update von Dienstag, 7. Februar, 12.45 Uhr:

Der nach dem Unglück beschlagnahmte Leichnam des Verstorbenen wurde zwischenzeitlich durch die Staatsanwaltschaft in Hagen freigegeben. Eine Obduktion findet nicht statt. Der Überlebende befindet sich weiter zur stationären Behandlung im Krankenhaus. Lebensgefahr besteht nicht.

Der dunkelgrüne Kanadier vom Typ „Bergans Ally 16,5 DR“ als auch der vermisste Hund konnten bisher nicht aufgefunden werden. Am Montag hatten Polizeibeamte entlang der Lenne die frei zugänglichen Bereiche zwischen Nachrodt-Wiblingwerde und Hagen-Hohenlimburg abgesucht. Eine ursprünglich geplante Absuche mittels Polizeihubschrauber konnte aufgrund anderer dringender Einsätze nicht erfolgen. Ein Hubschrauber-Einsatz ist gegenwärtig nicht mehr geplant.

Ursprünglicher Bericht von Montag, 6. Februar, 7.40 Uhr:

Anwohner des Stenglingser Wegs in Iserlohn hatten um 15.15 Uhr die Polizei über zwei im Wasser treibende Personen informiert. Einer der beiden schaffte es aus eigener Kraft zurück ans Ufer. Seinen Begleiter zogen Polizeibeamte aus dem Wasser.

Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsversuche, verstarb der 27-jährige Hagener noch vor Ort. Sein 32-jähriger Begleiter aus Moers erlitt einen Schock. Eine Rettungswagenbesatzung kümmerte sich um den Leichtverletzten und brachte ihn in ein Iserlohner Krankenhaus. Auf Grundlage der bisher gewonnen Erkenntnisse, ist laut Polizei mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Unglücksfall auszugehen.

Die B 236 war während des Rettungseinsatzes voll gesperrt. Vor Ort ergaben sich Anhaltspunkte, dass auch ein kleiner Hund mit in einem der Boote gewesen sein soll. Dieser konnte - ebenso wie das abgetriebene Kanu - bislang nicht aufgefunden werden. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an.

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