Tarifrunde öffentlicher Dienst: Warnstreik mit 260 Beschäftigen in Siegen

Ver.di macht Druck


Ver.di hatte zum Warnstreik in Siegen aufgerufen. von privat
Ver.di hatte zum Warnstreik in Siegen aufgerufen. © privat

Siegen. Ver.di macht Druck: Bundesweit breiten sich die Warnstreiks im öffentlichen Dienst nach der ersten ergebnislosen Verhandlungsrunde mehr und mehr aus. Am Klinikum in Siegen fanden sich zum Warnstreik am Mittwoch, 15. Februar, 260 Beschäftigte aus dem Krankenhaus sowie Abordnungen aus den Bereichen der Stadt Siegen sowie der Stadt Kreuztal ein.


Für den Klinikbetrieb war es wichtig, zum gegenwärtigen Zeitpunkt sowohl ein Zeichen zur Tarifrunde zu setzen als auch auf die teils prekäre Arbeitssituation aufmerksam zu machen. „Die Politik weist ständig verständnisvoll auf die Belastungen hin, diese aber mit einer entsprechend wertschätzenden Lohnerhöhung zu bedenken, wird verneint“, äußerte sich eine Krankenpflegekraft.

Ver.di hatte zum Warnstreik in Siegen aufgerufen. von privat
Ver.di hatte zum Warnstreik in Siegen aufgerufen. © privat

Nicht anders bei den vielfältigen Aufgaben der Kommunen und ihren Beschäftigten: Hier tritt ebenso der immer häufiger auftretende Fachkräftemangel zu Tage, besonders in den Kindererziehungseinrichtungen. Darüber hinaus betont ver.di, dass die allgemeine Preisentwicklung und besonders die Energiepreise trotz staatlicher Unterstützung nur über höhere Entgelte der Beschäftigten bezahlt werden können.

Die Erwartungen an die zweite Verhandlungsrunde wurden von den Rednern eher zurückhaltend eingeschätzt. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es für sie kein oder ein unzureichendes Angebot geben. Deswegen will ver.di den Druck weiter erhöhen.

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