Studie zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn wird veröffentlicht

Amtszeiten von Jaeger und Degenhardt


Symbolfoto Missbrauch durch Geistliche (KI-generiert) von Pixabay.com (mit KI erstellt)
Symbolfoto Missbrauch durch Geistliche (KI-generiert) © Pixabay.com (mit KI erstellt)

Paderborn/Kreis Ollpe. Die Universität Paderborn veröffentlicht am 12. März die unabhängige Studie zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn. Ein Forschungsteam vom Lehrstuhl für Kirchengeschichte und Religionsgeschichte hat die unabhängige Studie seit 2019 erarbeitet.


Untersucht wurden die Amtszeiten der Erzbischöfe Lorenz Jaeger und Johannes Joachim Degenhardt (1941-2002). Ein Großteil der bekannten Missbrauchsfälle im Erzbistum Paderborn fällt in diesen Zeitraum. 2023 wurde die kirchenhistorische Studie um die Amtszeit des emeritierten Erzbischofs Hans-Josef Becker (2003-2022) erweitert. Die Ergebnisse dieses Teilprojekts werden voraussichtlich 2027 veröffentlicht.

In diesen Studien können auch Vorgänge genannt werden, die sich im Kreis Olpe ereignet haben. Noch ist unklar, ob Namen, Orte und Fakten konkret benannt werden. Das hat dann mit Rahmenbedingungen wie dem Datenschutz und nicht mit möglichen Verheimlichungsabsichten der Kirche zu tun.

Pressekonferenz des Erzbistums

Am Tag nach der Präsentation durch die Universität wird das Erzbistum Paderborn am Freitag, 13. März, die Studie auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit der Unabhängigen Betroffenenvertretung einordnen. Die Pressekonferenz kann via Live-Stream mitverfolgt werden. Den Zugangslink findet man am 13. März auf www.erzbistum-paderborn.de

In den Tagen nach der Veröffentlichung der Studie wird es drei regionale öffentliche Veranstaltungen, zu denen alle interessierten Menschen eingeladen sind. Eine dieser Veranstaltungen findet am Montag, 16. März, 19 Uhr, in der Stadthalle Schmallenberg statt.

Themenseiten und Broschüre

Auf der Website des Erzbistums sind auf den Themenseiten unter www.erzbistum-paderborn.de/aufarbeitung weiterführende Informationen zur unabhängigen Aufarbeitung sowie Ansprechstellen, Beratungs- und Hilfsangebote für Betroffene von sexualisierter Gewalt. Ab Ende Februar ist die neue Broschüre „Informationen zum Umgang mit und zur Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch im Erzbistum Paderborn“ gedruckt und digital verfügbar.

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz sowie seinen beiden Generalvikaren Monsignore Dr. Michael Bredeck und Prälat Thomas Dornseifer ist es ein zentrales Anliegen, nach der Veröffentlichung miteinander ins Gespräch zu kommen: „Das Thema Missbrauch ist ein Teil der Wirklichkeit unserer Kirche. Und es ist wichtig, darüber gemeinsam zu reden“, so Erzbischof Dr. Bentz.

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