Nachhaltiges Eigenheim: Diese Möglichkeiten gibt es im Raum Olpe

Sinnvolle Möglichkeiten


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Ein nachhaltiges Eigenheim ist für viele Menschen wichtig. von stock.adobe.com
Ein nachhaltiges Eigenheim ist für viele Menschen wichtig. © stock.adobe.com

Kreis Olpe. Das Eigenheim nachhaltiger zu gestalten, ist ein Ziel, das derzeit viele Menschen verfolgen. Hierfür stehen ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Welche davon sinnvoll sind, muss im Einzelfall abgewogen werden.


Die Nachhaltigkeit ist derzeit in aller Munde, auch rund um das Thema Eigenheim. Denn ein nachhaltiges Eigenheim leistet einerseits einen wertvollen Beitrag zum Umwelt- sowie Klimaschutz und ermöglicht auf der anderen Seite große Kosteneinsparungen. Schließlich sind die Energiekosten einer der größten Treiber für die derzeitige Inflation und weiter steigende Preise lassen sich in Zukunft nicht ausschließen. Mehr Nachhaltigkeit birgt somit auch die Chance, unabhängiger zu werden von Netzbetreibern & Co – und damit auch von ihren potenziellen Preissteigerungen.

Nachhaltigkeit im Raum Olpe: Status quo

Smart, vernetzt und nachhaltig zu sein, so lauten die wichtigsten Ziele in Olpe für die Zukunft. Die Nachhaltigkeit spielt dementsprechend auf kommunaler Ebene eine wichtige Rolle, aber auch für immer mehr Privathaushalte. Denn der Wunsch, einen Beitrag im Kampf gegen die Klimakrise zu leisten und dabei auch noch Vorteile wie Kosteneinsparungen zu genießen, wächst stetig.

Immer mehr Menschen entscheiden sich deshalb, von Vornherein nachhaltig zu bauen. Dafür haben sie verschiedene Beweggründe, wie einen kleineren Energieverbrauch, einen verringerten Wasserverbrauch oder geringere Treibhausgasemissionen. Aber auch bei Bestandsbauten wird immer häufiger eine energetische Sanierung vorgenommen – auch, um die vielfältigen Fördermittel in Anspruch zu nehmen, die dafür im Raum Olpe zur Verfügung stehen.

Dazu gehören beispielsweise BAFA-Fördermittel oder KfW-Fördermöglichkeiten. Zudem ruft die Stadt immer wieder Initiativen ins Leben, um Photovoltaik-Anlagen sowie eine Dach- und Fassadenbegrünung zu fördern. „Als Stadt wollen wir weiterhin Anreize schaffen, eigeninitiativ Akzente beim Klimaschutz zu setzen“, erklärt hierzu Verónica De Lima Niebles, Klimaschutzbeauftragte der Kreisstadt Olpe.

Eigenheim nachhaltiger gestalten – aber wie?

Eigentümer von privat genutzten Immobilien oder Personen, die über einen Kauf beziehungsweise Bau nachdenken, sollten sich daher intensiv mit der Frage auseinandersetzen, wie sie ihr Eigenheim nachhaltiger gestalten können. Dadurch profitieren sie in finanzieller Hinsicht durch die vielfältigen Fördermöglichkeiten sowie die dauerhaften Kosteneinsparungen. Gleichzeitig leisten sie einen wertvollen Beitrag zum Klima- sowie Umweltschutz und sie steigern den Wert ihrer Immobilie, denn nachhaltige Immobilien sind auch auf dem Markt gefragter und werden zu höheren Preisen verkauft. Prinzipiell stehen verschiedene Möglichkeiten offen, um ein Eigenheim nachhaltiger zu gestalten. Es ist wichtig, im Einzelfall abzuwägen, welche Maßnahmen möglich sowie sinnvoll sind. Sich erst einmal einen Überblick über die Optionen zu verschaffen, ist dafür ein guter Anfang:

1. Photovoltaik-Anlage installieren

Auf immer mehr Wohnhäusern in Olpe sind PV-Anlagen zu sehen. Denn eine eigene Solaranlage lässt sich auf beinahe jedem Dach installieren, sie wird umfassend gefördert und bringt eine spürbare finanzielle Erleichterung – vor allem angesichts der steigenden Energiepreise. Zudem kann die Photovoltaik-Anlage mit weiteren Maßnahmen wie einer Wärmepumpe oder E-Ladesäule kombiniert werden; dazu später mehr. Es gibt somit viele gute Gründe, weshalb sich die Investition lohnt und dabei kann die Anlage optimal an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden, um eine maximale Wirtschaftlichkeit zu erreichen.

Ein weiterer Vorteil der Solarenergie besteht darin, dass mehr Unabhängigkeit von Netzbetreibern erreicht werden kann, denn sie steht quasi immer und überall zur Verfügung. Damit das auch an Tagen oder in Jahreszeiten mit wenig Sonnenlicht der Fall ist, empfiehlt sich die Kombination mit einem geeigneten Speichersystem.

Dann müssen Versorgungslücken, steigende Energiekosten oder andere Probleme in Zukunft nicht mehr gefürchtet werden. Die Solaranlage ist daher oftmals eine der ersten Investitionen im Rahmen eines Immobilienkaufs, eines Bauvorhabens oder einer energetischen Sanierung. Wichtig ist jedoch, von Beginn an ein ganzheitliches Konzept zu verfolgen, um das Beste aus diesen Investitionen herauszuholen.

2. Wärmepumpe nutzen

Um das Ziel von mehr Umweltfreundlichkeit, steigender Unabhängigkeit sowie geringeren Kosten auch bei der Heizung zu erreichen, setzen viele Immobilienbesitzer auf eine Wärmepumpe. Diese kann mit verschiedenen Energiequellen kombiniert werden – je nachdem, was im Einzelfall sinnvoll ist.

Beliebte Lösungen sind beispielsweise die Wärmegewinnung aus Luft, Grundwasser oder dem Erdreich. Einige moderne Wärmepumpen können außerdem im Sommer zum Kühlen eingesetzt werden und dienen damit als echter Allrounder.

Eine Wärmepumpe bringt dementsprechend eine ganze Reihe an Vorteilen mit sich: Sie ist ein umweltfreundlicher Energielieferant, senkt die jährlichen Betriebskosten und bietet eine teilweise Entkopplung von den Strompreisen – vor allem in Kombination mit einer Solaranlage. Zudem gelten Wärmepumpen als nahezu wartungsfrei, mit hoher Betriebssicherheit und der CO2-Ausstoß gegenüber Gas- oder Ölheizungen liegt bei bis zu 90 Prozent.

3. E-Ladesäule ergänzen

Wie vorab erwähnt, ist die E-Ladesäule eine weitere beliebte Kombination mit der hauseigenen PV-Anlage. Diese ist nur sinnvoll, wenn auch ein E-Auto gekauft wird oder zumindest in Zukunft geplant ist. Dann bietet die E-Ladesäule maximale Flexibilität sowie große Kosteneinsparungen gegenüber dem Tanken mit Benzin oder Diesel, was erneut vor allem dann gilt, wenn der Strom (hauptsächlich) durch eine Solaranlage selbst generiert wird.

Eine E-Ladesäule bringt außerdem die Vorteile mit sich, dass das Auto deutlich schneller geladen wird als über die handelsübliche Steckdose, dass maximale Sicherheit gewährleistet ist, beispielsweise vor einer Überhitzung oder einem Stromschlag, und dass die Mobilität umweltfreundlicher wird, aber dennoch ohne Einschränkungen erhalten bleibt.

4. Smart Home einrichten

Auch das sogenannte Smart Home findet sich im Raum Olpe mittlerweile immer häufiger. Es bringt maximalen Komfort in den Alltag, indem viele Aufgaben automatisiert werden oder mittels App gesteuert werden können. Zudem bringt das Smart Home stets auch einen gewissen Luxus, beispielsweise beim Home-Entertainment oder bei der Bedienung von Licht, Jalousien & Co, die oftmals per Knopfdruck möglich sind. Ein Smart Home kann also vielfältige Formen annehmen und welche Funktionen umgesetzt werden sollen, kann jeder selbst entscheiden. Somit wird es optimal an den individuellen Bedarf angepasst.

Dabei sollten Nachhaltigkeitsaspekte nicht vernachlässigt werden, denn das Smart Home kann auch helfen, das Eigenheim umwelt- sowie klimafreundlicher zu gestalten. Das gelingt beispielsweise durch Funktionen wie smarte Beleuchtungssysteme, smarte Thermostate, smarte Systeme, um den Energieertrag der PV-Anlage zu überwachen, smarte Fensterlösungen, smarte Haushaltsgeräte, eine smarte Energieüberwachung und viele weitere, intelligente Technologien. Ein Smart Home kann demnach helfen, mit minimalem Aufwand große Effekte zu erzielen, um das Eigenheim energieeffizienter und damit auch kostengünstiger zu machen.

Symbolfoto. von stock.adobe.com
Symbolfoto. © stock.adobe.com

5. Garten nachhaltig bewässern

Von einer Gartenbewässerung wird aus Gründen der Nachhaltigkeit prinzipiell abgeraten. Doch ein schöner Garten kostet Mühe sowie auch Zeit und wenn der Regen zu lange ausbleibt, kann auf eine Bewässerung oftmals nicht mehr verzichtet werden, damit der Aufwand nicht umsonst war. In solchen Fällen ist eine nachhaltige Gartenbewässerung die Lösung. Erneut können dafür zum Beispiel smarte Technologien zum Einsatz kommen, um die Wassereffizienz sowie die Bewässerungssysteme zu steuern.

Aber auch die Auswahl von Pflanzen, die einen geringen Wasserbedarf haben, das Mulchen, die Tropfbewässerung, die Wahl der richtigen Bewässerungszeitpunkte und die Nutzung von Regenwasser sind ebenso simple wie effektive Maßnahmen, um die Gartenbewässerung nachhaltiger zu gestalten. Es ist also sinnvoll, schon bei der Planung des Gartens die Nachhaltigkeit zu berücksichtigen und ein umweltfreundliches Konzept zu verfolgen, das dennoch die Optik und Funktionalität bietet, die im eigenen Garten gewünscht sind.

6. Energieeffizienz steigern

Zuletzt ist es sinnvoll, die Energieeffizienz im Allgemeinen zu steigern; gegebenenfalls sogar eine energetische Sanierung durchzuführen. Dadurch wird der Energieverbrauch im Eigenheim verringert, wodurch auch die Nachhaltigkeit steigt und die Betriebskosten sinken. Mögliche Maßnahmen, um die Energieeffizienz zu verbessern, sind zum Beispiel: Verbesserung der Dämmung, Einbau energiesparender Fenster, Installation smarter Thermostate, Nutzung wassersparender Armaturen, regelmäßige Wartung und Inspektion von elektronischen Geräten, Kauf energieeffizienter Technik und zuletzt sind es die eigenen Gewohnheiten, die eine große Rolle spielen. Wer also lernt, selbst Energie und Wasser zu sparen, wo immer es möglich ist, leistet auf einfache Weise ebenfalls einen wertvollen Beitrag für den Umwelt- sowie Klimaschutz – sei es im Raum Olpe oder darüber hinaus.

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