Nach vier Jahren Sperrung: Verkehr auf Sauerlandlinie rollt wieder
Freigabe der Talbrücke Rahmede
- Aus der Region, 22.12.2025
- Straße & Verkehr
Lüdenscheid/Südwestfalen. Der Verkehr auf der Sauerlandlinie läuft wieder durchgängig. Vier Jahre nach der Sperrung der Talbrücke Rahmede und gerade einmal 26 Monate nach dem Baustart wurde das erste Teilbauwerk der Brücke am Montag, 22. Dezember, freigegeben. Viel Prominenz war vor Ort in Lüdenscheid – von Bundeskanzler Merz über Bundesverkehrsminister Schnieder bis zu NRW-Ministerpräsident Wüst.




Groß ist die Erleichterung bei den Bewohnern von Lüdenscheid und den Anliegern der Umgehungsstraßen, die vier Jahr lang unter der erheblichen Lärm- und Abgasbelastung gelitten haben. Aufatmen auch bei der Wirtschaft in Südwestfalen, denn die Sperrung der A 45 hatten die wichtigste Verkehrsader der Region gekappt und für erhebliche Umwege und zusätzliche Kosten gesorgt.
Bundeskanzler Friedrich Merz sagte: „Die Talbrücke Rahmede ist ein starkes Symbol für die Zukunftsfähigkeit unserer Infrastruktur. Die Fertigstellung in so kurzer Zeit zeigt, was möglich ist, wenn alle Beteiligten entschlossen zusammenarbeiten. Die Brücke gibt den Menschen in der Region ihre verlässliche Verkehrsader zurück, sie ist von überragender Bedeutung.

Darüber hinaus senden wir mit der Eröffnung eine Botschaft in die gesamte Republik: Das kann Deutschland, das hier ist möglich, wenn alle entschlossen anpacken. Wir setzen also den Maßstab für unser weiteres Handeln.“
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder meinte: „Mit der Verkehrsfreigabe entlasten wir die Stadt Lüdenscheid und die gesamte Region früher als geplant. Dass es so schnell vorangeht, liegt an dem hervorragenden Team, das jeden Tag und bei jedem Wetter auf der Baustelle arbeitet, und der großartigen Zusammenarbeit von Bund, Land und Kommune.
Wir haben mit gezielten Maßnahmen für Tempo gesorgt. Die Talbrücke Rahmede zeigt, dass wir große Infrastrukturvorhaben schnell und effizient umsetzen können. Sie ist ein Vorbild für künftige Bauprojekte im ganzen Land.“
Ministerpräsident Hendrik Wüst erklärte: „In Rekordgeschwindigkeit ist es gelungen, die wichtigste Verkehrsader in der Region Südwestfalen wieder für den Verkehr freizugeben. Das ist eine sehr gute Nachricht für die Menschen und die Wirtschaft vor Ort.

Die vorzeitige Fertigstellung macht deutlich, dass wir weiterhin in der Lage sind, komplexe Infrastrukturprojekte in kürzester Zeit erfolgreich umzusetzen. Das muss wieder unser Standard werden. Der neue Maßstab für die Umsetzungsgeschwindigkeit in Deutschland heißt Rahmede.“

Hintergrund:
- Im Dezember 2021 musste die Talbrücke Rahmede gesperrt werden, weil Schäden am Tragwerk festgestellt worden waren. Nach nur einem Jahr lag am 27. Januar 2023 das Baurecht für den Ersatzneubau vor.
- Am 7. Mai 2023 wurde die alte Brücke gesprengt. Überbau und Pfeiler fielen auf ein aus mehr als 100.000 Kubikmetern Erde errichtetes Fallbett. Beton, Stahl und auch ein Großteil des Fallbettes mussten bis zum Baustart abgeräumt werden.
- Am 5. Oktober 2023 fiel der Startschuss für den Neubau, der von einer Arbeitsgemeinschaft der Unternehmen Habau, MCE und Bickhardt Bau realisiert wurde.
- Im Februar 2025 konnte die sogenannte „Stahlhochzeit“ für den ersten Überbau gefeiert werden: Das Rahmedetal wurde wieder von einer Brücke überspannt. Zehn Monate später kann der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen wieder rollen.
- Parallel ist derzeit der zweite Überbau in Fahrtrichtung Dortmund im Bau. Hier wird die Stahlhochzeit Anfang 2026 gefeiert.
Foto 1: Banddurchschnitt nach den Ansprachen

Fotos 2: Bundeskanzler Friedrich Merz bei der Ansprache zur Eröffnung der Talbrück Rahmede
Foto 3: Der Verkehr fließt seit 13:19 Uhr wieder über die Talbrücke Rahmede.
Foto 4: Begrüßungsfoto mit Bundeskanzler auf der Autobahnmeisterei Lüdenscheid.
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