Mit Wissen, Begleitung und alltagstauglichen Konzepten zu mehr Gesundheit
Tag der gesunden Ernährung
- Aus der Region, 07.03.2026
- Gesundheit & Medizin
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Siegen. Eine ausgewogene Ernährung ist weit mehr als nur Sattwerden – sie bildet die Grundlage für Wachstum, Entwicklung, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Besonders im Kindes- und Jugendalter werden wichtige Weichen für die gesundheitliche Zukunft gestellt. Anlässlich des bundesweiten „Tags der gesunden Ernährung“ am Samstag, 7. März, informiert die DRK-Kinderklinik Siegen über die Bedeutung einer altersgerechten und individuell abgestimmten Ernährung.
„Kinder befinden sich im Wachstum. Ihr Körper entwickelt sich rasant, Organe reifen, das Gehirn lernt täglich dazu. Dafür braucht es eine bedarfsgerechte Versorgung mit Energie und eine hochwertige Nährstoffauswahl“, erklärt Tanja Badjie, Ernährungsberaterin an der Klinik. „Eine ausgewogene Ernährung stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern unterstützt auch Konzentration, Belastbarkeit und die allgemeine Entwicklung.“
Im Klinikalltag spielt Ernährung daher eine wichtige Rolle. Ob Früh- und Neugeborene, Kinder mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Stoffwechselstörungen, Patientinnen und Patienten mit Nahrungsmittelallergien oder besonderen Ernährungsanforderungen – für jedes Kind wird ein individuell abgestimmtes Ernährungskonzept entwickelt. Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten und Ernährungsberatung arbeiten dabei eng zusammen.
„Gerade bei erkrankten Kindern ist Ernährung häufig Teil der Therapie“, betont Badjie. „Manchmal geht es darum, eine ausreichende Gewichtszunahme zu erreichen, manchmal um spezielle Diäten oder um die Vermeidung bestimmter Inhaltsstoffe. Wichtig ist immer: Die Ernährung muss medizinisch sinnvoll und gleichzeitig alltagstauglich sein.“
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Beratung der Familien. Viele Eltern seien verunsichert, wenn ihr Kind eine Diagnose erhält, die auch die Ernährung betrifft. „Wir erleben oft große Sorge: Darf mein Kind das noch essen? Mache ich etwas falsch?“, so Badjie. „Hier ist Aufklärung entscheidend. Wir nehmen uns Zeit, erklären Zusammenhänge und entwickeln gemeinsam mit den Eltern praktikable Lösungen für zuhause.“
Dabei gehe es nicht um strenge Verbote. „Gesunde Ernährung bedeutet nicht Perfektion. Es geht um ein ausgewogenes Verhältnis, um Regelmäßigkeit und um Freude am Essen“, erklärt Badjie. „Ein bunter Teller mit viel Gemüse und Obst, ausreichend Vollkornprodukte, hochwertige Eiweißquellen und eine bewusste Auswahl an Getränken – das sind gute Grundlagen.“
Auch das Essverhalten spiele eine Rolle: Gemeinsame Mahlzeiten, gesunde Vorbilder und das Einbeziehen der Kinder beim Kochen können ein positives Verhältnis zum Essen fördern. Neben der Beratung setzt die Klinik deshalb auch auf Prävention. „Wir möchten Familien frühzeitig stärken und sensibilisieren. Ernährung ist ein zentraler Baustein der Gesundheitsvorsorge.“