Keine Zweifel: Gerissene Schafe im Märkischen Kreis von Wolf getötet
Tier gilt als territorial
- Aus der Region, 16.06.2023
- Verschiedenes
Märkischer Kreis/Kreis Olpe. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hat Wolfsnachweise im Märkischen Kreis bestätgt. Bei den analysierten Spuren mehrerer gerissener Schafe handelt es sich laut den Experten um dasselbe weibliche Tier mit der Kennung GW2856f.

Ein erster genetischer Nachweis auf die Fähe, die sich offenbar im südlichen Märkischen Kreis angesiedelt hat, wurde an einem Schafriss vom 15. September 2022 bei Lüdenscheid erbracht. Weitere genetische Nachweise desselben Tieres erfolgten im November 2022 anhand eines weiteren Schafsrisses am 3. November 2022 in Halver sowie Wildtierrissen vom 17. November 2022 in Meinerzhagen, vom 4. April in Plettenberg sowie vom 16. April in Herscheid.

Bei dem weiblichen Wolf handelt es sich nach LANUV-Angaben um einen Abkömmling aus der niedersächsischen Wolfsfamilie bei Visselhövede. Nach den bundeseinheitlichen Standards gilt die Fähe GW2856f jetzt als territorial, weil sie länger als sechs Monate im selben Gebiet nachgewiesen wurde. Wolfsterritorien haben in Deutschland eine Größe von durchschnittlich ungefähr 200 Quadratkilometern.

Nach aktuellem Kenntnisstand bewegt sich das Tier vorwiegend im Bereich des Ebbegebirges. Somit könnte der Wolf auch im Kreis Olpe unterwegs sein.
