Junge fällt in Sieg - Kita-Träger: „Wir sind tieftraurig und leiden mit“

Kindergarten vorerst geschlossen


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Symbolfoto Rettungsdienst von Pixabay.com
Symbolfoto Rettungsdienst © Pixabay.com

Siegen. Nach dem tragischen Unglück am Dienstagmittag, 17. März, in Siegen-Eiserfeld, als ein dreijähriger Junge während einer Kindergarten-Exkursion in die Sieg fiel (LokalPlus berichtete), herrscht große Betroffenheit in der Kindertagesstätte und bei deren Träger, dem Deutschen Roten Kreuz. Das Kind musste reanimiert werden und liegt in der DRK-Kinderklinik Siegen.


Die DRK-KiTa ist seit dem Vorfall geschlossen. „Keine der Erzieherinnen und Erzieher ist derzeit in der Lage, den KiTa-Betrieb wieder aufzunehmen. Es tut uns sehr leid und wir bitten um Verständnis dafür, dass die Kolleginnen und Kollegen sich gerade in einem emotionalen Ausnahmezustand befinden“, erklärte der Träger.

„Wünschen lückenlose Aufklärung“

„Wir alle sind tief betroffen. Unsere Gedanken sind die ganze Zeit bei dem Jungen und seiner Familie“, beschrieb Dr. Martin Horchler, Vorstand des DRK-Kreisverbandes, am Donnerstagnachmittag, 19. März, die Situation. „Uns ist bewusst, dass unsere Worte der Betroffenheit nicht ausreichen, um das zu mildern, was die Eltern gerade empfinden und unsere Betroffenheit auch dem Kind nicht hilft. Aber wir sind zutiefst traurig und leiden mit.“

Wie es zu dem Vorfall kommen konnte und wie viel Zeit zwischen dem Verschwinden des Kindes und dessen Auffinden lag, muss im Zuge der Arbeit der Ermittlungsbehörde noch geklärt werden. „Wir werden jedoch alles dafür tun, diese Ermittlungen zu unterstützen, denn auch wir wünschen uns eine lückenlose Aufklärung der Geschehnisse,“ so Dr. Horchler.

Acht Betreuer und 46 Kinder

Die Ermittlungsbehörde werde vom DRK in jeder Hinsicht unterstützt. Der DRK-Kreisverband betont: „Bei dem Ausflug waren alle in der KiTa anwesenden Mitarbeitenden mit allen Kindern, die an dem Tag die KiTa besucht haben, dabei: acht Betreuer und 46 Kinder. Wie und wann es zu dem Verschwinden des Kindes kam, muss geklärt werden. Als das Verschwinden bemerkt wurde, wurde umgehend mit der Suche begonnen.“

Wie lange die KiTa in Eiserfeld geschlossen bleibt, steht noch nicht fest. „Wir können noch nicht absehen, wann das Team oder auch einzelne Mitarbeiter wieder arbeitsfähig sind. Sie alle standen und stehen unter Schock“, so Dr. Horchler. Für die Kinder, die in der KiTa Eiserfeld betreut werden, hat das DRK übergangsweise Betreuungsplätze in anderen DRK-KiTas angeboten.

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